Monopolare RF: die Gemeinsamkeit beider Systeme
Monopolare Radiofrequenz
Beide Systeme gehören zur monopolaren RF – dieselbe Gerätekategorie wie Thermage. Eine Elektrode gibt hochfrequente Energie in die Tiefe ab und erzeugt ein Wärmefeld in der Dermis, das Kollagenfasern kontrahiert und die Neubildung anregt.
Indikationen
Nicht-invasive Hautstraffung an Gesicht, Hals und Körper: Verbesserung von Erschlaffung, Konturen und Hautstruktur ohne Nadeln oder Ausfallzeit. Die konkrete Eignung beurteilt der behandelnde Arzt.
Der Unterschied im Ansatz
XERF setzt laut Hersteller auf zwei Frequenzen (6,78 + 2 MHz) für mehrere Gewebeschichten pro Impuls. Der Volnewmer setzt auf 6,78 MHz mit kontinuierlicher Wasserkühlung und langem Einzelpuls. Beide Wege führen zur Kollagenstimulation – die Systeme unterscheiden sich in Technik und Verfügbarkeit.
Der Frequenz-Ansatz im Vergleich
laut HerstellerangabenDer zentrale technische Unterschied liegt in der Frequenz-Architektur: XERF liefert laut Hersteller zwei Frequenzen (6,78 und 2 MHz) in einem Impuls, um mehrere Gewebetiefen gleichzeitig zu adressieren. Der Volnewmer arbeitet mit 6,78 MHz und setzt laut Hersteller auf eine kontinuierliche Wasserkühlung und einen langen Einzelpuls. Beide Wege zielen auf die Kollagenstimulation in der Dermis.
Wo die Wärme in der Haut entsteht
Tiefenwirkung monopolarer RFMonopolare Radiofrequenz gibt die Energie über eine Elektrode in die Tiefe ab und erzeugt ein Wärmefeld in der papillären und retikulären Dermis. Dort kontrahieren die Kollagenfasern sofort und die Neubildung wird angeregt – die Epidermis wird durch die Oberflächenkühlung geschont. Die Frequenz bestimmt mit, in welcher Tiefe die Wärme entsteht.
So wirkt monopolare Radiofrequenz
Beide Systeme – XERF wie Volnewmer – beruhen auf demselben physikalischen Prinzip: kontrollierte Tiefenwärme regt die Kollagenbildung an. So läuft eine monopolare RF-Behandlung im Gewebe ab.
Energieabgabe
Eine Elektrode am Handstück gibt monopolare Radiofrequenz ab. Der Strom fließt zwischen Handstück und Gegenelektrode und erwärmt das Gewebe über seinen elektrischen Widerstand.
Wärmefeld in der Dermis
In der Dermis entsteht ein Wärmefeld. Im Zielbereich (laut Herstellerangaben rund 40–60 °C) kontrahieren die vorhandenen Kollagenfasern – der sofort sichtbare Straffungseffekt.
Schutz der Oberfläche
Eine Oberflächenkühlung hält die Epidermis kühl, während die Wärme in der Tiefe wirkt. Der Volnewmer nutzt dafür laut Hersteller eine kontinuierliche Wasserkühlung.
Neubildung
In den Wochen nach der Behandlung bilden Fibroblasten neues Kollagen und Elastin. Der Aufbau entwickelt sich laut Herstellerangaben über mehrere Wochen bis Monate weiter.
Kühlung schützt die Oberfläche
Wärme tief, Oberfläche kühlEntscheidend für Komfort und Sicherheit ist die Oberflächenkühlung: Sie hält die Epidermis kühl, während die Wärme in der Dermis wirkt. Kontinuierliche Wasserkühlung (Volnewmer, laut Hersteller) arbeitet dabei ohne verbrauchsbasiertes Kühlgas.
Warum sich das Ergebnis entwickelt
Der sofort sichtbare Effekt entsteht durch die Kontraktion vorhandener Kollagenfasern. Der eigentliche Aufbau folgt danach: Fibroblasten bilden über Wochen neues Kollagen und Elastin. Laut Herstellerangaben entwickelt sich das Ergebnis über mehrere Wochen bis Monate weiter – je nach Befund kann eine Sitzungsserie sinnvoll sein. Ergebnisse können individuell variieren.
XERF und Volnewmer: die Merkmale im Überblick
| Merkmal | XERF | Volnewmer |
|---|---|---|
| Hersteller | Cynosure Lutronic | CLASSYS |
| RF-Technologie | monopolar | monopolar |
| Frequenz¹ | 6,78 + 2 MHz (dual) | 6,78 MHz |
| Kühlung¹ | integrierte Kühlung | kontinuierliche Wasserkühlung |
| Zulassung¹ | FDA; MFDS (Korea) | FDA 510(k) 2024; MFDS |
| Markteinführung EU¹ | Juli 2026 | verfügbar |
| Tip-Design¹ | monopolarer RF-Tip | curved, flexibel, hidden-edge |
| Tip-Größen¹ | laut Hersteller | 4 (Augen bis Kinn/Körper) |
| Verfügbar über Dermacom | nein | ja, deutschlandweit |
| Anwendung | Hautstraffung (Gesicht/Körper) | Hautstraffung (Gesicht/Körper) |
¹ Angaben zu Frequenz, Kühlung, Zulassung und Markteinführung laut öffentlich zugänglichen Herstellerangaben (Cynosure Lutronic bzw. CLASSYS), Stand Juli 2026, ohne Gewähr. Die Gegenüberstellung dient der objektiven Information; sie enthält keine Wertung. Ausstattung und Konfiguration können je nach Markt und Version abweichen.
Monopolares RF-Gerät kaufen: worauf Praxen achten
Worauf es bei der Anschaffung für Praxis oder Institut wirklich ankommt – aus der Beratungspraxis von Dermacom.
Tip-Design & Kontakt: Ein an die Gesichtskontur angepasster Tip verbessert den Hautkontakt und damit die gleichmäßige Energieabgabe. Der Volnewmer nutzt laut Hersteller einen curved, flexiblen Tip mit verdeckter Kante (hidden-edge) in vier Größen – von der Augenpartie bis zu Kinn und Körper.
Verfügbarkeit & Lieferzeit: Ein Gerät nützt nur, wenn es lieferbar ist. Der Volnewmer ist in Deutschland über Dermacom erhältlich – mit Einweisung nach MPBetreibV und deutschlandweitem Service. Bei neu eingeführten Systemen lohnt die Frage nach realer Lieferzeit und Zulassungsstatus.
Kühlsystem: Die Art der Hautkühlung beeinflusst Komfort und Folgekosten. Der Volnewmer nutzt laut Hersteller eine kontinuierliche Wasserkühlung ohne Verbrauchs-Kühlgas. Prüfen Sie, ob das Kühlsystem verbrauchsbasiert oder wartungsarm ist.
Zulassung & Evidenz: Achten Sie auf CE-Kennzeichnung für den EU-Vertrieb und auf publizierte klinische Daten. Der Volnewmer verfügt laut Hersteller über FDA-510(k)-Clearance (2024) und MFDS-Zulassung; zur kontinuierlichen Wasserkühlung liegen Studien vor.
Folgekosten & Tips: Anzahl und Preis der Behandlungs-Tips bestimmen die Wirtschaftlichkeit. Klären Sie Tip-Lebensdauer, Preis pro Anwendung und Verfügbarkeit von Ersatzteilen.
Service & Recht: Medizinprodukt mit Einweisung nach MPBetreibV; je nach Anwendung und Anwenderkreis NiSV-Fachkunde. Der Anbieter sollte Einweisung, Wartung, STK und Schulung mitliefern.
Häufige Fragen: XERF und Volnewmer im Vergleich
Diese Seite dient der allgemeinen Information für Fachkreise. Eignung, Anwendung und Kontraindikationen sind ärztlich abzuklären.

