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Dermacom Germany
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Einordnung
Verfahren im Vergleich

Ablativ oder nicht-ablativ: der Unterschied

Der Unterschied liegt an einer einzigen Stelle: ob die Hautoberfläche eröffnet wird. Ablative Laser tragen Gewebe in Mikrozonen ab, nicht-ablative lassen die Epidermis geschlossen und deponieren die Wärme nur in der Tiefe. Daran hängen Wirkung je Sitzung, Ausfallzeit, Risikoprofil – und die rechtliche Einordnung.

CO2 · 10.600 nm Er:Glass · 1540 nm Beide fraktioniert NiSV
Epidermis
Der Kernunterschied
Ablativ wird sie in den Zonen eröffnet, nicht-ablativ bleibt sie geschlossen
Ausfallzeit
Praxisrelevant
Sichtbare Abheilphase gegenüber weitgehend alltagstauglich
Fraktioniert
Beides möglich
Beide Wege arbeiten im Raster mit unbehandelten Hautbrücken
NiSV
Recht
Ablative Anwendungen sind arztvorbehalten
Wie es wirkt

Eine Grenze entscheidet: die Hautoberfläche

Beide Verfahren bringen Energie in die Haut – der Unterschied liegt darin, ob die Epidermis dabei eröffnet wird oder geschlossen bleibt.

AblativCO2 · 10.600 nm

Gewebe wird in Mikrozonen abgetragen

AblationskernKoagulationssaumHautbrücke

Zwischen den Zonen bleiben unbehandelte Hautbrücken stehen, aus denen die Abheilung erfolgt.

Epidermis in den Zonen eröffnet

Nicht-ablativEr:Glass · 1540 nm

Die Energie passiert die Oberfläche

WärmezoneRandwärmeEpidermis intakt

Keine offene Wundfläche, keine Krusten – die Wirkung entsteht ausschließlich in der Tiefe.

Epidermis durchgehend intakt

Ablativ trifft der Impuls auf Wasser im Gewebe, verdampft im Zentrum jeder Zone Substanz und koaguliert den Rand. In diesen Zonen ist die Epidermis eröffnet – im Mikroformat eine Wundfläche, die abheilen muss. Genau daraus entsteht die ausgeprägte Wirkung, und genau daraus entsteht die Ausfallzeit.

Nicht-ablativ bleibt die Oberfläche geschlossen. Die Energie passiert die Epidermis und wird erst in der Dermis wirksam, wo Wärme den Kollagenumbau anstößt. Kein Abtrag, keine Krusten – dafür arbeitet das Verfahren schrittweise über eine Serie statt in einem großen Schritt.

Zweite, unabhängige Achse: Beide Wege lassen sich fraktioniert fahren, also im Raster mit unbehandelten Hautbrücken dazwischen. Fraktioniert ist damit keine Alternative zu ablativ oder nicht-ablativ, sondern eine eigene Dimension.

Direktvergleich

Neun Merkmale, an denen sich die Wege unterscheiden

Technik, Praxisalltag und Recht in einer Übersicht – von der Epidermis bis zum Arztvorbehalt.

Merkmal9 Kriterien von der Epidermis bis zur NiSVAblativ fraktioniertCO2 · 10.600 nmSystem: Fraxis DuoNicht-ablativ fraktioniertEr:Glass · 1540 nmSystem: Secret DUO
WirkprinzipGewebe wird in Mikrosäulen abgetragen, um den Kern liegt ein KoagulationssaumWärme wird in der Dermis deponiert, ohne die Hautoberfläche zu eröffnen
EpidermisIn den behandelten Zonen eröffnet – offene Wundfläche im MikroformatDurchgehend geschlossen – keine offene Wundfläche
Wirkung je SitzungausgeprägtAusgeprägter, weil Gewebe entfernt und tief koaguliert wirdmoderatZurückhaltender, dafür schrittweise über mehrere Termine
AusfallzeithochSichtbare Abheilphase: Rötung, Schwellung, Krusten, Gefühl wie SonnenbrandgeringDeutlich geringer, meist Rötung und Wärmegefühl für Stunden bis wenige Tage
Behandlungsseriewenige TermineWeniger Termine mit größeren Abständen; Intervalle legt die Ärztin oder der Arzt festSerieIn der Regel Serie mit kürzeren Abständen; Intervalle legt die Ärztin oder der Arzt fest
RisikoprofilhöherPostinflammatorische Hyperpigmentierung, Infektion, bei zu aggressiven Parametern NarbenbildunggeringerGeringer, aber nicht risikofrei – Reaktionen und Pigmentverschiebungen bleiben möglich
Hauttyp & SaisonErhöhte Vorsicht bei dunkleren Hauttypen, konsequenter Sonnenschutz zwingendBreiter planbar, Sonnenschutz dennoch erforderlich
Recht (NiSV)Ablative Anwendungen sind nach § 5 Abs. 2 NiSV approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehaltenFachkunde nach NiSV erforderlich; ob ein Arztvorbehalt greift, hängt von Indikation und Anwendung ab
System bei DermacomFraxis Duo – fraktionierter CO2-Laser, 10.600 nm, plus RF-MicroneedlingSecret DUO – Er:Glass-Laser, 1540 nm, plus RF-Microneedling
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Entscheidungshilfe

Welcher Weg passt zu Ihrer Praxis?

Beide Verfahren adressieren Hautbild, Textur und Narben – sie unterscheiden sich darin, was Ihre Klientel an Ausfallzeit mitbringt und wie Sie Behandlungsserien planen.

Ablativ fraktioniert

Wirkung in einem Schritt, Ausfallzeit eingeplant

Der direktere Weg, wenn ausgeprägte Befunde im Vordergrund stehen und Ihre Patientinnen und Patienten eine sichtbare Abheilphase einplanen können.

  • Tiefere Narben und deutlich unebenes Hautbild
  • Wenige Termine mit größeren Abständen
  • Ärztlich geführte Praxis – ablativ ist arztvorbehalten

System bei Dermacom: Fraxis Duo

Zur CO2-Technologie
Nicht-ablativ fraktioniert

Alltagstauglich, schrittweise aufgebaut

Der Weg für Termine, nach denen es direkt weitergehen soll – und für Klientel, die keine sichtbare Abheilphase in Kauf nehmen möchte.

  • Hauttextur, Poren, feine Fältchen, Aknenarben
  • Serie mit kurzen Abständen, planbarer Terminfluss
  • Breiter planbar über Hauttypen und Jahreszeiten

System bei Dermacom: Secret DUO

Zum Secret DUO
Systeme von Dermacom

Für beide Wege ein System – beide mit zweiter Ebene

Fraxis Duo und Secret DUO tragen jeweils RF-Microneedling als zweites Verfahren. Sie müssen sich also nicht zwischen Oberflächenwirkung und Tiefenwirkung entscheiden – nur zwischen ablativ und nicht-ablativ.

Der ablative Weg

Fraxis Duo – fraktionierter CO2-Laser plus RF-Microneedling

Der CO2-Laser arbeitet bei 10.600 nm ablativ: Mikrosäulen mit Ablationskern und Koagulationssaum, unbehandelte Hautbrücken dazwischen. Über Dichte und Energie steuern Sie, wie viel Wirkung und wie viel Ausfallzeit entsteht.

  • Ablativ, 10.600 nm – bis 30 W, Wirkung und Ausfallzeit über Dichte und Energie steuerbar
  • RF-Microneedling bis 3,0 mm – zweite Ebene über isolierte Mikronadeln
  • Narben und Textur – der direkte Weg bei ausgeprägten Befunden
  • Arztvorbehalt nach NiSV – ablative Anwendungen sind approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten
Ablativ Fraktioniert CO2 RF-Microneedling
Fraxis Duo – fraktionierter CO2-Laser von Dermacom
Der nicht-ablative Weg

Secret DUO – Er:Glass-Laser plus RF-Microneedling

Der Er:Glass-Laser arbeitet bei 1540 nm nicht-ablativ: Die Hautoberfläche bleibt geschlossen, die Wirkung entsteht in der Dermis. Dazu RF-Microneedling für die tiefere Ebene – zwei nicht-ablative Verfahren in einem System.

  • Nicht-ablativ, 1540 nm – Er:Glass fraktioniert, Epidermis bleibt intakt
  • RF-Microneedling – zweite Ebene, einzeln oder kombiniert einsetzbar
  • Geringe Ausfallzeit – für Termine, nach denen es direkt weitergeht
  • Planbare Serien – wiederkehrende Termine mit kurzen Abständen
Nicht-ablativ Er:Glass 1540 nm RF-Microneedling
Secret DUO – Er:Glass-Laser mit RF-Microneedling von Dermacom
Häufige Fragen

Ablativ und nicht-ablativ – kurz erklärt

Ablative Laser tragen Gewebe ab: Die Energie wird von Wasser in der Haut absorbiert, im Zentrum jeder Zone verdampft Gewebe, darum herum koaguliert es. Die Epidermis wird in den behandelten Zonen also eröffnet. Nicht-ablative Laser lassen die Hautoberfläche geschlossen und deponieren die Wärme ausschließlich in der Tiefe, wo sie den Umbau des Bindegewebes anstößt. Daraus folgt alles Weitere: Ablativ wirkt pro Sitzung ausgeprägter, verlangt aber eine sichtbare Abheilphase; nicht-ablativ ist alltagstauglicher und arbeitet dafür schrittweise.
Nein – fraktioniert und ablativ sind zwei verschiedene Achsen. Fraktioniert beschreibt nur, dass die Energie im Raster einzelner Mikrozonen abgegeben wird und dazwischen unbehandelte Hautbrücken stehen bleiben, aus denen die Regeneration erfolgt. Dieses Prinzip gibt es sowohl ablativ (fraktionierter CO2-Laser) als auch nicht-ablativ (etwa Er:Glass bei 1540 nm). Ablativ oder nicht-ablativ beschreibt dagegen, ob die Hautoberfläche eröffnet wird.
Das ablative. Weil in den behandelten Zonen Gewebe entfernt wird, folgt eine sichtbare Abheilphase mit Rötung, Schwellung und Krustenbildung. Nicht-ablative Behandlungen kommen meist mit Rötung und Wärmegefühl für Stunden bis wenige Tage aus. Innerhalb des ablativen Verfahrens lässt sich die Ausfallzeit zusätzlich über Dichte und Energie steuern – wie stark, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt nach Befund.
Die nächstliegende Alternative ist ein nicht-ablativ fraktioniertes Verfahren: Es adressiert dieselben Themen – Hauttextur, Narben, Fältchen – lässt die Hautoberfläche aber geschlossen und ist damit deutlich alltagstauglicher. Bei Dermacom steht dafür der Secret DUO mit Er:Glass-Laser bei 1540 nm. Wer zusätzlich in tiefere Ebenen arbeiten möchte, kombiniert mit RF-Microneedling; für Straffung über größere Areale kommen monopolare Radiofrequenz oder fokussierter Ultraschall infrage. Welches Verfahren im Einzelfall geeignet ist, ist ärztlich zu beurteilen.
Die Frage vergleicht eine Marke mit einer Technologie und lässt sich sauber nur auf Verfahrensebene beantworten. Fraxel® ist eine eingetragene Marke von Solta Medical für fraktionierte Lasersysteme, die überwiegend nicht-ablativ arbeiten; CO2-Laser bezeichnet die Technologie eines ablativen Lasers bei 10.600 nm. Der eigentliche Unterschied ist also der zwischen nicht-ablativ und ablativ fraktioniert: geschlossene Hautoberfläche mit geringer Ausfallzeit und schrittweisem Aufbau auf der einen Seite, Gewebeabtrag mit ausgeprägterer Wirkung je Sitzung und sichtbarer Abheilphase auf der anderen. Besser oder schlechter gibt es dabei nicht – entscheidend sind Befund, Hauttyp, vertretbare Ausfallzeit und die ärztliche Beurteilung.
Nicht-ablative Verfahren sind breiter planbar, weil die Hautoberfläche geschlossen bleibt und das Risiko von Pigmentverschiebungen niedriger liegt. Risikofrei sind sie damit nicht: Auch hier bleiben Reaktionen und Hyperpigmentierungen möglich, insbesondere bei dunkleren Hauttypen. Hauttyp nach Fitzpatrick, Vorbehandlungen, Medikation und Sonnenexposition gehören in jedem Fall in die ärztliche Beurteilung, und konsequenter Sonnenschutz ist bei beiden Wegen Pflicht.
Ablative Laseranwendungen fallen unter den Arztvorbehalt nach § 5 Abs. 2 NiSV und dürfen nur von approbierten Ärztinnen und Ärzten mit entsprechender Weiter- oder Fortbildung durchgeführt werden. Für nicht-ablative Anwendungen gelten die Fachkundeanforderungen der NiSV; ob zusätzlich ein Arztvorbehalt greift, hängt von Indikation und Anwendung ab. Hinzu kommen in beiden Fällen Laserschutz, Betreiberpflichten und die Dokumentationspflichten des Medizinprodukterechts.
Das hängt weniger an der Technik als an Ihrer Klientel und Ihrem Betrieb. Für Patientinnen und Patienten, die eine sichtbare Abheilphase einplanen können, und für ausgeprägte Befunde wie tiefere Narben ist der ablative Weg der direktere – bei Dermacom der Fraxis Duo, arztvorbehalten. Wo Termine ohne Ausfallzeit gefragt sind und schrittweise gearbeitet werden soll, passt der nicht-ablative Weg besser – der Secret DUO. Beide Systeme bringen zusätzlich RF-Microneedling mit, decken also je zwei Ebenen ab. Wir ordnen das im Gespräch anhand Ihres Behandlungsspektrums ein.
Nächster Schritt

Noch unklar, welcher Weg zu Ihrer Praxis passt?

Wir ordnen ablativ und nicht-ablativ anhand Ihres Behandlungsspektrums ein – von der Technik über NiSV bis zum Betrieb, mit persönlicher Fachberatung und deutschlandweitem Service.

Schematische Illustration zur Laserbehandlung der Haut