Ablativ oder nicht-ablativ: der Unterschied
Der Unterschied liegt an einer einzigen Stelle: ob die Hautoberfläche eröffnet wird. Ablative Laser tragen Gewebe in Mikrozonen ab, nicht-ablative lassen die Epidermis geschlossen und deponieren die Wärme nur in der Tiefe. Daran hängen Wirkung je Sitzung, Ausfallzeit, Risikoprofil – und die rechtliche Einordnung.
Eine Grenze entscheidet: die Hautoberfläche
Beide Verfahren bringen Energie in die Haut – der Unterschied liegt darin, ob die Epidermis dabei eröffnet wird oder geschlossen bleibt.
Gewebe wird in Mikrozonen abgetragen
Zwischen den Zonen bleiben unbehandelte Hautbrücken stehen, aus denen die Abheilung erfolgt.
Epidermis in den Zonen eröffnet
Die Energie passiert die Oberfläche
Keine offene Wundfläche, keine Krusten – die Wirkung entsteht ausschließlich in der Tiefe.
Epidermis durchgehend intakt
Ablativ trifft der Impuls auf Wasser im Gewebe, verdampft im Zentrum jeder Zone Substanz und koaguliert den Rand. In diesen Zonen ist die Epidermis eröffnet – im Mikroformat eine Wundfläche, die abheilen muss. Genau daraus entsteht die ausgeprägte Wirkung, und genau daraus entsteht die Ausfallzeit.
Nicht-ablativ bleibt die Oberfläche geschlossen. Die Energie passiert die Epidermis und wird erst in der Dermis wirksam, wo Wärme den Kollagenumbau anstößt. Kein Abtrag, keine Krusten – dafür arbeitet das Verfahren schrittweise über eine Serie statt in einem großen Schritt.
Zweite, unabhängige Achse: Beide Wege lassen sich fraktioniert fahren, also im Raster mit unbehandelten Hautbrücken dazwischen. Fraktioniert ist damit keine Alternative zu ablativ oder nicht-ablativ, sondern eine eigene Dimension.
Neun Merkmale, an denen sich die Wege unterscheiden
Technik, Praxisalltag und Recht in einer Übersicht – von der Epidermis bis zum Arztvorbehalt.
| Merkmal9 Kriterien von der Epidermis bis zur NiSV | Ablativ fraktioniertCO2 · 10.600 nmSystem: Fraxis Duo | Nicht-ablativ fraktioniertEr:Glass · 1540 nmSystem: Secret DUO |
|---|---|---|
| Wirkprinzip | Gewebe wird in Mikrosäulen abgetragen, um den Kern liegt ein Koagulationssaum | Wärme wird in der Dermis deponiert, ohne die Hautoberfläche zu eröffnen |
| Epidermis | In den behandelten Zonen eröffnet – offene Wundfläche im Mikroformat | Durchgehend geschlossen – keine offene Wundfläche |
| Wirkung je Sitzung | ausgeprägtAusgeprägter, weil Gewebe entfernt und tief koaguliert wird | moderatZurückhaltender, dafür schrittweise über mehrere Termine |
| Ausfallzeit | hochSichtbare Abheilphase: Rötung, Schwellung, Krusten, Gefühl wie Sonnenbrand | geringDeutlich geringer, meist Rötung und Wärmegefühl für Stunden bis wenige Tage |
| Behandlungsserie | wenige TermineWeniger Termine mit größeren Abständen; Intervalle legt die Ärztin oder der Arzt fest | SerieIn der Regel Serie mit kürzeren Abständen; Intervalle legt die Ärztin oder der Arzt fest |
| Risikoprofil | höherPostinflammatorische Hyperpigmentierung, Infektion, bei zu aggressiven Parametern Narbenbildung | geringerGeringer, aber nicht risikofrei – Reaktionen und Pigmentverschiebungen bleiben möglich |
| Hauttyp & Saison | Erhöhte Vorsicht bei dunkleren Hauttypen, konsequenter Sonnenschutz zwingend | Breiter planbar, Sonnenschutz dennoch erforderlich |
| Recht (NiSV) | Ablative Anwendungen sind nach § 5 Abs. 2 NiSV approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten | Fachkunde nach NiSV erforderlich; ob ein Arztvorbehalt greift, hängt von Indikation und Anwendung ab |
| System bei Dermacom | Fraxis Duo – fraktionierter CO2-Laser, 10.600 nm, plus RF-Microneedling | Secret DUO – Er:Glass-Laser, 1540 nm, plus RF-Microneedling |
| Direkt weiter | Zum Fraxis Duo | Zum Secret DUO |
Welcher Weg passt zu Ihrer Praxis?
Beide Verfahren adressieren Hautbild, Textur und Narben – sie unterscheiden sich darin, was Ihre Klientel an Ausfallzeit mitbringt und wie Sie Behandlungsserien planen.
Wirkung in einem Schritt, Ausfallzeit eingeplant
Der direktere Weg, wenn ausgeprägte Befunde im Vordergrund stehen und Ihre Patientinnen und Patienten eine sichtbare Abheilphase einplanen können.
- Tiefere Narben und deutlich unebenes Hautbild
- Wenige Termine mit größeren Abständen
- Ärztlich geführte Praxis – ablativ ist arztvorbehalten

System bei Dermacom: Fraxis Duo
Zur CO2-TechnologieAlltagstauglich, schrittweise aufgebaut
Der Weg für Termine, nach denen es direkt weitergehen soll – und für Klientel, die keine sichtbare Abheilphase in Kauf nehmen möchte.
- Hauttextur, Poren, feine Fältchen, Aknenarben
- Serie mit kurzen Abständen, planbarer Terminfluss
- Breiter planbar über Hauttypen und Jahreszeiten

System bei Dermacom: Secret DUO
Zum Secret DUOFür beide Wege ein System – beide mit zweiter Ebene
Fraxis Duo und Secret DUO tragen jeweils RF-Microneedling als zweites Verfahren. Sie müssen sich also nicht zwischen Oberflächenwirkung und Tiefenwirkung entscheiden – nur zwischen ablativ und nicht-ablativ.

Fraxis Duo – fraktionierter CO2-Laser plus RF-Microneedling
Der CO2-Laser arbeitet bei 10.600 nm ablativ: Mikrosäulen mit Ablationskern und Koagulationssaum, unbehandelte Hautbrücken dazwischen. Über Dichte und Energie steuern Sie, wie viel Wirkung und wie viel Ausfallzeit entsteht.
- Ablativ, 10.600 nm – bis 30 W, Wirkung und Ausfallzeit über Dichte und Energie steuerbar
- RF-Microneedling bis 3,0 mm – zweite Ebene über isolierte Mikronadeln
- Narben und Textur – der direkte Weg bei ausgeprägten Befunden
- Arztvorbehalt nach NiSV – ablative Anwendungen sind approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten


Secret DUO – Er:Glass-Laser plus RF-Microneedling
Der Er:Glass-Laser arbeitet bei 1540 nm nicht-ablativ: Die Hautoberfläche bleibt geschlossen, die Wirkung entsteht in der Dermis. Dazu RF-Microneedling für die tiefere Ebene – zwei nicht-ablative Verfahren in einem System.
- Nicht-ablativ, 1540 nm – Er:Glass fraktioniert, Epidermis bleibt intakt
- RF-Microneedling – zweite Ebene, einzeln oder kombiniert einsetzbar
- Geringe Ausfallzeit – für Termine, nach denen es direkt weitergeht
- Planbare Serien – wiederkehrende Termine mit kurzen Abständen

Ablativ und nicht-ablativ – kurz erklärt
Noch unklar, welcher Weg zu Ihrer Praxis passt?
Wir ordnen ablativ und nicht-ablativ anhand Ihres Behandlungsspektrums ein – von der Technik über NiSV bis zum Betrieb, mit persönlicher Fachberatung und deutschlandweitem Service.

