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Alexandrit-Laser
Der Edelstein unter den Lasern

Alexandrit-Laser: Der 755-nm-Spezialist der Laser-Haarentfernung

Sein Namensgeber ist ein Edelstein, der je nach Licht die Farbe wechselt – sein Talent ist eine einzige Zahl: 755 Nanometer, nahe am Absorptionsmaximum von Melanin. Kein anderes gängiges Haarentfernungs-Verfahren bringt Energie so effizient in den Haarfollikel. Diese Seite erklärt, wie der Alexandrit-Laser funktioniert, für wen er die erste Wahl ist – und wo ehrlicherweise seine Grenzen liegen.

755 nm Edelstein-Kristall Hauttypen I–III Laser-Klasse 4
755 nm
Eine Wellenlänge
Nahes Infrarot, direkt am Absorptionsmaximum von Melanin – daher die hohe Wirkung am Haarfollikel
Cr³⁺
Der Edelstein-Kern
Das Lasermedium ist ein chromdotierter Alexandrit-Kristall – ein synthetisch gezüchteter Edelstein
I–III
Sein Heimspiel
Hellere Hauttypen mit dunklem Haar – hier ist der Alexandrit die erste Wahl der Laser-Haarentfernung
ms
Langgepulst
Millisekunden-Impulse erwärmen den Follikel kontrolliert – im Gegensatz zu Q-switched-Nanosekunden
Warum 755 nm?Melanin-Absorption nach Wellenlängehochniedrig755 nmAlexandrit~808 nmDiode1064 nmNd:YAG · TiefeAbsorptionsmaximum755 nm trifft Melanin am stärksten
Die Physik dahinter

755 Nanometer – die Zahl, die alles erklärt

Die Wirksamkeit einer Laser-Haarentfernung steht und fällt mit einer Frage: Wie stark absorbiert Melanin die Wellenlänge? Die Kurve fällt mit steigender Wellenlänge ab – und 755 nm sitzen hoch oben, näher am Maximum als jede andere gängige Haarentfernungs-Wellenlänge.

Das macht den Alexandrit zum Präzisionswerkzeug für dunkles Haar auf hellerer Haut: maximale Energie im Follikel bei moderater Gesamtleistung. Die gleiche Stärke definiert seine Grenze – dunkle Hauttypen behandelt die tiefer dringende Nd:YAG-Schwester mit 1064 nm sicherer.

01

Ein Laser aus einem Edelstein

Der Alexandrit ist ein echter Edelstein – berühmt dafür, je nach Licht die Farbe zu wechseln. Im Laser arbeitet seine synthetisch gezüchtete, chromdotierte Form als Lasermedium und erzeugt exakt 755 nm: nahes Infrarot mit einer Eigenschaft, die kein Marketing ersetzen kann – Melanin liebt diese Wellenlänge.

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Warum Melanin 755 nm liebt

Die Absorptionskurve von Melanin fällt mit steigender Wellenlänge ab. 755 nm liegen hoch auf dieser Kurve: Das Licht wird stark vom Haarpigment aufgenommen und als Wärme in den Follikel geleitet. Deshalb wirkt der Alexandrit besonders effizient bei feinerem und mittlerem Haar – mit weniger Energieaufwand als längere Wellenlängen.

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Die Kehrseite der starken Absorption

Was das Haar stark absorbiert, absorbiert auch das Hautmelanin: Bei dunklen oder frisch gebräunten Hauttypen konkurriert die Epidermis mit dem Follikel um die Energie. Genau hier übernimmt die Schwester-Wellenlänge Nd:YAG (1064 nm) – der Grund, warum moderne Systeme beide kombinieren.

Ehrlich eingeordnet

Wo der Alexandrit brilliert – und wo seine Grenzen liegen

Kein Verfahren ist für alles die erste Wahl – die ehrliche Zuordnung entscheidet über zufriedene Klientel:

Die Stärken

Hier brilliert der Alexandrit

  • Absorptionsmaximum: höchste Melanin-Wirkung aller gängigen Haarentfernungs-Wellenlängen
  • Erste Wahl bei hellen bis mittleren Hauttypen (Fitzpatrick I–III) mit dunklem Haar
  • Effizient auch bei feinerem Haar, das längere Wellenlängen schlechter erreichen
  • Langgepulster Millisekunden-Impuls: kontrollierte Erwärmung statt Schockwelle
Die Grenzen

Hier übernimmt die Schwester

  • Dunkle Hauttypen (IV–VI): das Epidermis-Melanin konkurriert – hier ist Nd:YAG 1064 nm die sichere Wahl
  • Helle, graue, weiße und sehr rote Haare: zu wenig Melanin als Zielstruktur – das gilt für jeden Laser
  • Frische Bräune (Sonne, Solarium, Selbstbräuner): erhöhtes Risiko – Lichtschutz-Karenz einplanen
  • Als Heimgerät praktisch nicht existent: echte Alexandrit-Systeme sind Klasse-4-Medizintechnik
1

Vorbereitung

Areal rasieren (nicht epilieren oder wachsen – der Follikel braucht sein Pigment), mehrere Wochen konsequenter Lichtschutz, keine frische Bräune. Die konkrete Karenz legt die behandelnde Praxis fest.

2

Die Sitzung

Impuls für Impuls über das Areal – je nach Zone von wenigen Minuten (Oberlippe) bis etwa einer Stunde (Beine, Rücken). Eine integrierte Hautkühlung dämpft das Wärmegefühl deutlich.

3

Nachsorge

Vorübergehende Rötung oder leichte Schwellung klingen in der Regel rasch ab. Danach: Sonnenschutz auf dem Areal, milde Pflege – und der nächste Termin, sobald die nächste Anagen-Welle ansteht.

Das System dahinter

Wo der Alexandrit in der Praxis arbeitet

Alexandrit + Nd:YAG

Pento 9900 bei Dermacom

Im Pento 9900 von CLASSYS arbeitet der Alexandrit (755 nm) Seite an Seite mit dem Nd:YAG (1064 nm): alle Hauttypen I–VI, Spots bis 24 mm, bis 10 Hz, Rechteckimpuls, GCD-Hautkühlung und Echtzeit-Kalibrierung. Als autorisierter Distributor liefert Dermacom Einweisung, Schulung und Service deutschlandweit mit.

755 nm Alexandrit 1064 nm Nd:YAG GCD-Kühlung
Pento 9900 – Alexandrit- und Nd:YAG-Lasersystem bei Dermacom

Sie suchen keine Anschaffung, sondern eine Behandlung? Praxen und Institute, die mit Dermacom-Systemen arbeiten, finden Sie im Anwenderverzeichnis – von dort geht es direkt zur Terminanfrage.

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Häufige Fragen

Alexandrit-Laser – kurz erklärt

Ein Festkörperlaser, dessen Lasermedium ein synthetisch gezüchteter, chromdotierter Alexandrit-Kristall ist – daher der Name. Er erzeugt Licht mit 755 nm im nahen Infrarot, das stark vom Melanin im Haar absorbiert und in Wärme umgewandelt wird. Die Wärme deaktiviert den Follikel (selektive Photothermolyse); umliegendes Gewebe bleibt weitgehend geschont.
Sein Heimspiel sind hellere bis mittlere Hauttypen (Fitzpatrick I–III) mit dunklem Haar – dort trifft die starke Melanin-Absorption vor allem das Haar. Bei dunkleren oder frisch gebräunten Hauttypen konkurriert das Hautmelanin um die Energie; hier ist der Nd:YAG-Laser (1064 nm) die sichere Wahl. Dual-Systeme wie der Pento 9900 kombinieren beide Wellenlängen und decken damit alle Hauttypen I–VI ab.
Kaum. Das Verfahren braucht Melanin als Zielstruktur – helle, graue, weiße und sehr rote Haare enthalten zu wenig davon. Das ist keine Schwäche des Alexandrit, sondern gilt physikalisch für jede Laser-Haarentfernung. Am zuverlässigsten wirkt die Behandlung bei dunklerem Haar.
Das hängt von Areal, Haar- und Hauttyp ab. Der Laser erreicht nur Haare in der aktiven Wachstumsphase (Anagen) – und die durchläuft immer nur ein Teil der Follikel gleichzeitig. Deshalb wird in mehreren Sitzungen im Abstand einiger Wochen behandelt; den individuellen Plan legt die behandelnde Praxis fest.
Je nach Areal von wenigen Minuten (z. B. Oberlippe) bis etwa einer Stunde (z. B. Beine oder Rücken). Große Spotgrößen und hohe Impulsfrequenzen verkürzen die Behandlungszeit spürbar – beim Pento 9900 sind es Spots bis 24 mm und bis zu 10 Hz.
Das Empfinden ist individuell; viele beschreiben ein kurzes Wärme- oder Zwicken-Gefühl pro Impuls, das eine integrierte Hautkühlung deutlich dämpft. Möglich sind vorübergehende Rötungen, Wärmegefühl oder leichte Schwellungen, die in der Regel rasch abklingen. Über Risiken, Kontraindikationen und Eignung im Einzelfall klärt der behandelnde Arzt bzw. Anwender auf.
Nein – nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand gibt es keinen Mechanismus, über den 755-nm-Licht Krebs auslösen könnte: Es liegt im nahen Infrarot, ist nicht-ionisierend und enthält kein UV. Ernst zu nehmen sind die Anwendungsrisiken – Verbrennungen oder Pigmentverschiebungen bei falscher Parameterwahl und Augenschäden ohne Schutzbrille. Genau dafür gibt es Laserschutz, Einweisung und die NiSV.
Frische Bräune – auch aus Solarium oder Selbstbräuner – erhöht das Melanin in der Epidermis und damit das Risiko unerwünschter Reaktionen beim 755-nm-Impuls. Üblich sind mehrere Wochen konsequenter Lichtschutz vor und nach jeder Sitzung; die konkrete Karenz legt die behandelnde Praxis anhand von Hauttyp und Areal fest.
Die Wellenlänge und damit die Melanin-Absorption: 755 nm (Alexandrit) liegen näher am Absorptionsmaximum als ~808 nm (Diode) – mehr Wirkung bei feinerem Haar und hellen Typen. Diodenlaser sind der Allround-Kompromiss dazwischen, ohne in einer Disziplin die Spitze zu sein. Den ausführlichen Vergleich finden Sie auf unserer Seite Alexandrit vs. Diodenlaser.
Praktisch nicht. Echte Alexandrit-Systeme sind Klasse-4-Medizintechnik mit Kühlungs- und Schutzkonzept – als Heimgerät wären sie weder zulassungsfähig noch bezahlbar. Was als "Laser für zuhause" verkauft wird, sind IPL- oder niederenergetische Diodengeräte mit bewusst gedrosselter Energie und entsprechend flacheren Ergebnissen.
Alexandrit-Systeme wie die GentleLase/GentleMax-Reihe von Candela haben die 755-nm-Klasse bekannt gemacht. Der Pento 9900 von CLASSYS spielt in derselben Technologie-Liga und kombiniert den Alexandrit (755 nm) mit einem Nd:YAG (1064 nm) in einem Gerät – inklusive Spots bis 24 mm, bis 10 Hz, GCD-Kühlung und Echtzeit-Kalibrierung. Welche Plattform zur Praxis passt, klären wir in der Fachberatung.
Behandlungen bieten dermatologische Praxen, ästhetische Institute und spezialisierte Laserzentren an. Praxen und Institute, die mit Dermacom-Systemen wie dem Pento 9900 arbeiten, finden Sie in unserem Anwenderverzeichnis – von dort geht es direkt zur Terminanfrage.

Diese Seite dient der allgemeinen Information für Fachkreise. Eignung, Anwendung und Kontraindikationen sind ärztlich abzuklären; Behandlungsergebnisse sind individuell verschieden.

Nächster Schritt

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