Carbon Peeling mit Laser: Ablauf, Wirkung, Sitzungen & Kosten
Beim Carbon Peeling, auch Hollywood Peeling oder Carbon Laser Peeling genannt, wird eine dünne Kohlenstoff-Lotion auf die Haut aufgetragen und anschließend mit einem Q-switched Nd:YAG-Laser bei 1064 nm abgetragen. Die Kohlepartikel absorbieren das Laserlicht, zerplatzen und nehmen dabei Talg, Unreinheiten und abgestorbene Hornzellen mit. Ergebnis: verfeinerte Poren, weniger Glanz und ein frischerer Teint, meist ohne Ausfallzeit. Üblich sind drei bis sechs Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen.
Empfohlenes System
Q-switched Nd:YAG · 1064/532 nmZum System→Was ist ein Carbon Peeling?
Das Carbon Peeling ist eine Laserbehandlung zur Tiefenreinigung und Auffrischung der Haut. Es verbindet eine schwarze Kohlenstoff-Lotion mit einem Q-switched Nd:YAG-Laser. Weil es als schnelle Auffrischung vor Events bekannt wurde, heißt es auch Hollywood Peeling. Anders als ein chemisches Peeling arbeitet es ohne Säuren und ohne sichtbares Schälen der Haut.
So wirkt das Carbon Laser Peeling
Die Wirkung beruht auf dem Prinzip der selektiven Photothermolyse. Die dunklen Kohlepartikel sind ein künstliches Chromophor, das Laserlicht bei 1064 nm stark absorbiert. Trifft der ultrakurze Q-switched-Impuls auf die Partikel, zerplatzen sie mit einem hörbaren Knacken. Dabei passiert dreierlei:
- Tiefenreinigung: Die Partikel sind in die Poren eingezogen und lösen beim Zerplatzen Talg und Schmutz mit heraus.
- Sanfte Exfoliation: Abgestorbene Hornzellen an der Oberfläche werden mit abgetragen, die Haut wirkt glatter.
- Wärmeimpuls in der Dermis: Ein Teil der Energie erreicht tiefere Schichten, wirkt auf die Talgdrüsen und regt die Kollagenbildung leicht an.
Viele Praxen ergänzen einen Durchgang im Long-Pulse- oder Toning-Modus vor dem Auftragen der Lotion, der die Haut sanft vorwärmt.
Für wen eignet sich ein Carbon Peeling?
- vergrößerte Poren und ölige, glänzende Haut
- Mitesser, Unreinheiten und leichte, nicht entzündliche Akne
- fahler, müder Teint und unebene Hautstruktur
- als Auffrischung vor besonderen Anlässen, weil keine Ausfallzeit entsteht
Weniger geeignet ist es bei aktiver, entzündlicher Akne, offenen Hautstellen, frischem Sonnenbrand und nach einer Isotretinoin-Therapie in den letzten Monaten. Ausgeprägte Pigmentflecken oder Melasma brauchen ein eigenes Konzept.
Ablauf einer Behandlung
- 1Reinigung: Make-up und Talg werden gründlich entfernt.
- 2Vorwärmen (optional): Ein Durchgang im Long-Pulse-Modus wärmt die Haut vor.
- 3Carbon-Lotion: Die Kohle-Lotion wird dünn aufgetragen und trocknet etwa zehn Minuten ein.
- 4Laser: Mit einem kollimierten Handstück wird die Lotion in Bahnen abgetragen. Patientin und Patient tragen dabei eine Laserschutzbrille.
- 5Abschluss: Reste werden entfernt, danach folgen beruhigende Pflege und Sonnenschutz.
Die Behandlung dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Die meisten beschreiben sie als leichtes Prickeln und Wärme, eine Betäubung ist in der Regel nicht nötig.
Wie viele Sitzungen und wie oft?
Schon nach der ersten Sitzung wirkt die Haut frischer. Für eine nachhaltige Verfeinerung der Poren und einen ausgeglicheneren Teint sind meist drei bis sechs Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen sinnvoll. Danach genügt häufig eine Erhaltungsbehandlung alle paar Monate.
Nebenwirkungen und Nachsorge
Üblich ist eine leichte Rötung, die meist innerhalb weniger Stunden abklingt. Selten treten vorübergehende Trockenheit oder bei dunklen Hauttypen Pigmentverschiebungen auf. In den Tagen danach sind konsequenter Sonnenschutz und milde Pflege wichtig. Mehr dazu unter Nachsorge.
Was kostet ein Carbon Peeling?
Die Preise legen Praxen und Institute selbst fest. Sie hängen von Areal, Region und davon ab, ob einzelne Sitzungen oder Pakete gebucht werden. Ein Carbon Peeling liegt in der Regel deutlich unter den Kosten einer mehrteiligen Tattooentfernung. Ein verbindliches Angebot gibt es nach der Beratung.
Carbon Peeling ist eine Auffrischung, kein Ersatz für die Behandlung von Narben, tiefen Falten oder ausgeprägten Pigmentstörungen.
Systemwahl: Carbon Peeling in der Praxis
Erstwahl ist der CuRAS Hybrid: Ein Q-switched Nd:YAG-Laser mit 1064 nm, kollimiertem Handstück für eine gleichmäßige Energieverteilung und zusätzlichem Long-Pulse-Modus für das Vorwärmen. Mit demselben System behandelt die Praxis auch Pigment und Tattoos.
Alternative für eine laserfreie Tiefenreinigung ist die Hydradermabrasion mit dem AquaPure 2, die ohne NiSV-Fachkunde angeboten werden kann und sich gut mit dem Carbon Peeling kombinieren lässt.
Wer darf ein Carbon Peeling durchführen?
Das Carbon Peeling ist eine Laseranwendung und fällt unter die NiSV. Es darf nur mit nachgewiesener Fachkunde durchgeführt werden, in Arztpraxen ebenso wie in Kosmetikinstituten. Für den Betrieb des Lasers sind außerdem ein Laserschutzbeauftragter und eine Einweisung nach MPBetreibV Pflicht.

Tattoo & Pigment in einem System
Der Curas Hybrid ist ein Q-switched Nd:YAG-Laser mit 1064 und 532 nm – für Tattooentfernung, Pigment, Melasma und Carbon Peeling.
Curas Hybrid entdecken→
Häufige Fragen
Es reinigt die Poren in der Tiefe, trägt abgestorbene Hornzellen ab und reduziert Talg und Glanz. Die Haut wirkt danach klarer, feinporiger und frischer, meist ohne Ausfallzeit.
Hollywood Peeling ist ein anderer Name für das Carbon Laser Peeling. Der Name stammt daher, dass die Behandlung als schnelle Auffrischung vor Auftritten und Events bekannt wurde.
Für ein nachhaltiges Ergebnis sind drei bis sechs Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen üblich, danach eine Erhaltungsbehandlung alle paar Monate.
Die meisten empfinden nur ein leichtes Prickeln und Wärme. Eine Betäubung ist in der Regel nicht nötig.
Bei Unreinheiten und leichter, nicht entzündlicher Akne kann es Talg und verstopfte Poren reduzieren. Bei aktiver, entzündlicher Akne gehört die Behandlung in ärztliche Abklärung.
Ja, mit nachgewiesener Fachkunde nach NiSV. Anders als die Tattooentfernung ist das Carbon Peeling nicht Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Behandlungen sind durch qualifiziertes Fachpersonal durchzuführen.