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Pico vs. CO2
Pigment lösen vs. Gewebe erneuern

Pico-Laser vs. CO2-Laser: zwei Werkzeuge, zwei Jobs

Anders als bei einem echten Duell lösen diese beiden Laser verschiedene Aufgaben: Der Pico-Laser zerlegt selektiv Pigment (photoakustisch, nicht-ablativ) – für Tattoo und Pigment. Der CO2-Laser trägt über Wasser als Chromophor Gewebe ab (ablativ) – für Resurfacing, Narben und Hautbild. Oft ergänzen sie sich sogar. Beide gibt es bei Dermacom: PICO K und Fraxis Duo.

Nicht-ablativ vs. ablativ PICO K Fraxis Duo Ergänzung möglich
2 Jobs
Kein Duell
Pico zerlegt Pigment · CO2 trägt Gewebe ab – verschiedene Ziele
Wasser
CO2-Chromophor
Ablativ: verdampft Epidermis & oberflächliche Dermis
Pigment
Pico-Ziel
Photoakustisch, nicht-ablativ: Tattoo & Pigmentläsionen
Kombi
Ergänzung
In Praxis-Hand lassen sich beide Prinzipien verbinden
Pico-Lasernicht-ablativ · Ziel: PigmentEpidermisDermisOberfläche intakt · Pigment zerlegtCO2-Laserfraktioniert ablativ · Ziel: GewebeEpidermisDermisMikrokanäle · Gewebe abgetragen
Das Wirkprinzip

Pigment lösen oder Gewebe erneuern – zwei Wege

Der Pico-Laser ist selektiv: Seine ultrakurzen Pulse treffen das Pigment, zerlegen es photoakustisch und lassen die Hautoberfläche weitgehend intakt. Ein nicht-ablatives Prinzip, gemacht für Tattoo und Pigment.

Der CO2-Laser wählt Wasser als Chromophor. Fraktioniert erzeugt er feine ablative Mikrokanäle durch Epidermis und obere Dermis – er trägt Gewebe ab und stößt Hauterneuerung und Kollagenaufbau an. Gemacht für Resurfacing, Narben und Hautbild.

01

Pico: selektiv aufs Pigment

Der Picosekundenlaser wirkt selektiv-photoakustisch: Ultrakurze Pulse zerlegen gezielt Pigmentpartikel – Tattoo-Farbe oder Melanin – während das umliegende Gewebe weitgehend intakt bleibt (nicht-ablativ).

02

CO2: Gewebe über Wasser

Der CO2-Laser adressiert Wasser als Chromophor. Fraktioniert erzeugt er mikroskopische Ablationszonen in Epidermis und oberer Dermis – ein kontrollierter Reiz, der Hauterneuerung und Kollagenaufbau anstößt (ablativ).

03

Verschiedene Ziele, ein Ziel

Pigment lösen versus Hautstruktur erneuern: Das sind unterschiedliche Aufgaben. Für Tattoo und Pigment ist der Pico die erste Wahl, für Resurfacing, Narben und Hautbild der fraktionierte CO2 – oft ergänzen sie sich.

Direktvergleich

Pico und CO2 im direkten Vergleich

Sechs Merkmale, ein klarer Blick: Die beiden Laser konkurrieren kaum – sie decken unterschiedliche Indikationen ab. Die Tabelle zeigt, wo die Unterschiede liegen.

MerkmalCO2 (Fraxis Duo)Pico (PICO K)
WirkprinzipAblativ – trägt Gewebe ab (Chromophor Wasser)Photoakustisch, nicht-ablativ – zerlegt Pigment
Primäres ZielHautstruktur: Resurfacing, Narben, HautbildPigment: Tattoos, PMU, pigmentierte Läsionen
Gewebe-EffektMikroablationszonen in Epidermis & oberer DermisPigment-Fragmentierung, Umfeld weitgehend geschont
DowntimeAblativ, daher sichtbare Abheilung des ArealsNicht-ablativ, meist geringere Oberflächen-Reaktion
Typische IndikationenAknenarben, Fältchen, Poren, Hautstraffung (Resurfacing)Tattooentfernung, Alters- & Pigmentflecken, Toning
Bei DermacomFraxis Duo – fraktionierter CO2 + RF-MicroneedlingPICO K – 300 ps, bis 2,0 GW, bis zu 4 Wellenlängen
Wenn beide Hand in Hand gehen

Die Kombinationstherapie: Pico trifft CO2

Ein in der Fachliteratur beschriebener Ansatz: Der fraktionierte CO2-Laser läuft der Tattooentfernung voraus und bereitet die Haut vor. Warum das die Physik verändert – in drei Schritten.

1
Vorbehandlung · CO2

CO2 öffnet Mikrokanäle

Der fraktionierte ablative Laser setzt feine Kanäle durch Epidermis und obere Dermis – und trägt dabei oberflächliches Pigment bereits ab.

2
Pico · PICO K

Pico erreicht tieferes Pigment

Die vorbereitete Haut schirmt das Laserlicht weniger ab. Der Picosekundenlaser kommt so besser an tiefer liegende und hartnäckige Farbanteile heran.

3
Ein Schritt, zwei Effekte

Abflusswege – und die Textur

Die Kanäle wirken als Ventile für die beim Pigmentzerfall entstehenden Gase. Zugleich adressiert der fraktionierte Laser die Hauttextur im Areal.

Immediate Whitening ReactionTransepidermale PigmentmigrationAblative KombinationstherapieOptische AbschirmungR20-Methode

Ärztlich – und mit Bedacht

Ob, wann und wie kombiniert wird, entscheidet ausschließlich die Ärztin oder der Arzt im Einzelfall. Besondere Vorsicht gilt bei fleischfarbenem Permanent-Make-up: Hier kann Pigment paradox verdunkeln.

Entscheidungshilfe

Welcher Laser passt zu Ihrer Praxis?

Es geht selten um entweder-oder, sondern um das Behandlungsangebot. Zwei Profile als Orientierung – und oft ergänzen sie sich:

Pico · PICO K

Der Pico-Laser passt, wenn …

  • Tattooentfernung, Permanent-Make-up oder Pigmentläsionen stehen im Fokus
  • Alters- und Pigmentflecken sollen selektiv, nicht-ablativ behandelt werden
  • Sie möchten das breiteste Pigment-Spektrum abdecken (bis zu 4 Wellenlängen beim PICO K)
  • Geringe Oberflächen-Reaktion und Toning-Optionen sind Ihnen wichtig
CO2 · Fraxis Duo

Der CO2-Laser passt, wenn …

  • Aknenarben, Fältchen, Poren und Hautstruktur sind das Behandlungsziel
  • Skin Resurfacing und Hautstraffung sollen ins Angebot
  • Sie wollen fraktionierten CO2-Laser und RF-Microneedling in einem System (Fraxis Duo)
  • Kollagenaufbau über einen kontrollierten ablativen Reiz ist gewünscht
Pico · PICO K

PICO K von Dermacom

PICO K – Picosekundenlaser von Dermacom

Die Pico-Klasse, konsequent umgesetzt: stabile 300-ps-Pulse, bis 2,0 GW Spitzenleistung, Top-Hat-Strahlprofil und fraktionierte Optionen über das MLA-Handstück.

300 ps Bis 2,0 GW 4 Wellenlängen
CO2 · Fraxis Duo

Fraxis Duo von Dermacom

Fraxis Duo – fraktionierter CO2-Laser von Dermacom

Fraktionierter CO2-Laser und RF-Microneedling in einem System – für Skin Resurfacing, Aknenarben, Poren und Hautstruktur. Oberfläche und Tiefe in einem Gerät.

Fraktionierter CO2 RF-Microneedling Resurfacing & Narben

Pigment und Hautstruktur, Tattoo und Narben: Wer beides abdecken will, kombiniert PICO K und Fraxis Duo. Wir beraten fachlich, welche Systeme zu Ihrem Angebot passen – kaufen oder leasen.

Fachberatung anfragen
Häufige Fragen

Pico vs. CO2 – kurz erklärt

Sie arbeiten nach völlig verschiedenen Prinzipien. Der Pico-Laser wirkt selektiv und photoakustisch: Ultrakurze Pulse zerlegen Pigment (Tattoo-Farbe, Melanin), ohne die Hautoberfläche flächig abzutragen – er ist nicht-ablativ. Der CO2-Laser adressiert Wasser als Chromophor und verdampft fraktioniert Epidermis und obere Dermis – er ist ablativ und zielt auf Hautstruktur, Narben und Resurfacing. Kurz: Pico löst Pigment, CO2 erneuert Gewebe.
Das ist eine in der Fachliteratur beschriebene Vorbehandlung. Der fraktionierte ablative Laser setzt feine Mikrokanäle durch Epidermis und obere Dermis. Diese Kanäle verringern die optische Abschirmung an der Hautoberfläche, sodass das Licht des Pico- oder Q-Switched-Lasers besser zu tiefer liegendem, hartnäckigem Pigment vordringt. Zugleich wirken die Kanäle als Ventile für die Gase, die beim Pigmentzerfall entstehen – experimentelle Arbeiten zeigen, dass sich bei gleichem Gewebeschaden höhere Fluenzen einsetzen lassen. Ob, wann und wie kombiniert wird, entscheidet ausschließlich die Ärztin oder der Arzt im Einzelfall.
Die sofortige Weißfärbung heißt Immediate Whitening Reaction (IWR). Sie entsteht durch Dampf- und Gasbläschen (Vakuolen) an der Epidermis-Dermis-Grenze und um die Pigmentcluster und verblasst üblicherweise nach etwa 15 bis 20 Minuten. Weil die Bläschen das Laserlicht streuen – man spricht von optischer Abschirmung –, begrenzt die Weißfärbung, wie oft in einer Sitzung sinnvoll nachbehandelt werden kann. Genau hier setzen Mehrpass-Verfahren und die ablative Vorbehandlung mit Mikrokanälen an, die den Gasen einen Weg nach außen geben.
Grundsätzlich kann ein ablativer CO2-Laser Gewebe mit oberflächlichem Pigment abtragen und wird in der Literatur für hartnäckige oder therapieresistente Fälle beschrieben. Für die reguläre Tattooentfernung sind jedoch selektive Laser wie der Picosekundenlaser das Mittel der Wahl, weil sie das Pigment gezielt zerlegen und das Umfeld schonen. Der Fraxis Duo von Dermacom ist bewusst als Resurfacing- und Narben-System positioniert, nicht als Tattoo-Gerät.
Der fraktionierte CO2-Laser ist ein Klassiker für Skin Resurfacing: Aknenarben, Fältchen, Poren, unebenes Hautbild und Hautstraffung. Er erzeugt mikroskopische Ablationszonen, die Hauterneuerung und Kollagenaufbau anstoßen. Der Fraxis Duo kombiniert dieses Prinzip mit RF-Microneedling in einem System – die Tiefenwirkung der Radiofrequenz ergänzt die oberflächliche Wirkung des CO2-Lasers.
In den meisten Praxen ergänzen sie sich, weil sie verschiedene Aufgaben lösen: Der Pico ist für Pigment und Tattoo zuständig, der fraktionierte CO2 für Hautstruktur, Narben und Resurfacing. Wer beide Felder abdecken möchte, deckt mit PICO K und Fraxis Duo ein breites Indikationsspektrum ab. Welche Kombination für Ihre Praxis sinnvoll ist, klären wir in der Fachberatung.
Nächster Schritt

Pico, CO2 – oder beides für Ihre Praxis?

Vom Indikationsmix bis zur Finanzierung: Wir beraten Sie fachlich zu PICO K und Fraxis Duo – mit Einweisung, Service und deutschlandweitem Support von Dermacom.