Aquafacial: Was ist das? Behandlung, Wirkung, Gerät & NiSV
Aquafacial ist eine apparative Gesichtsbehandlung, die die Haut mit Wasser, Wirkstofflösungen und Unterdruck reinigt, peelt und mit Seren versorgt. Fachlich heißt das Verfahren Hydradermabrasion, Hydrafacial ist der Markenname eines Herstellers. Die Behandlung ist nicht-invasiv, ohne Ausfallzeit und eignet sich für unreine Haut, große Poren und fahlen Teint. Für nachhaltige Ergebnisse sind vier bis sechs Sitzungen üblich. Reine Aquafacial-Geräte fallen in der Regel nicht unter die NiSV, für RF- oder Ultraschall-Zusatzmodule ist dagegen Fachkunde nötig.

Was ist Aquafacial?
Aquafacial ist eine apparative Gesichtsbehandlung, die die Haut mit Wasser, Wirkstofflösungen und Unterdruck reinigt, peelt und anschließend mit Seren versorgt. Fachlich heißt das Verfahren Hydradermabrasion, verbreitet sind auch die Namen Aqua-Peeling, Hydrofacial oder Wasserstrahl-Peeling. Hydrafacial ist dagegen der Markenname eines bestimmten Herstellers und wird umgangssprachlich oft für das gesamte Verfahren verwendet.
Die Behandlung ist nicht-invasiv, schmerzarm und ohne Ausfallzeit. Deshalb gehört sie zu den gefragtesten Einstiegsbehandlungen in Kosmetikinstituten und ästhetischen Praxen.
So läuft eine Aquafacial-Behandlung ab
- 1Reinigung und Peeling: Ein Handstück mit Spiralspitze oder Diamantaufsatz löst abgestorbene Hornzellen, während Wirkstofflösung auf die Haut fließt.
- 2Ausreinigung der Poren: Ein sanfter Unterdruck saugt Talg, Mitesser und gelöste Hautschüppchen ab.
- 3Wirkstoffversorgung: Seren mit Hyaluronsäure, Antioxidantien oder Peptiden werden eingeschleust, je nach System unterstützt durch Microneedling-Aufsätze.
- 4Abschluss: Häufig folgt eine LED-Lichtphase zur Beruhigung und für einen gleichmäßigen Teint.
Eine Sitzung dauert meist 30 bis 60 Minuten. Die Haut wirkt direkt danach klarer, praller und gleichmäßiger, deshalb ist Aquafacial auch vor besonderen Anlässen beliebt.
Wofür eignet sich Aquafacial?
- Unreine Haut und große Poren: gründliche, schonende Ausreinigung ohne Ausdrücken.
- Fahler Teint und trockene Haut: sofort sichtbare Frische und Feuchtigkeit.
- Feine Linien und müde Haut: Wirkstoffe verbessern die Hautqualität, vor allem als Kur.
- Vorbereitung und Ergänzung: als Einstieg vor intensiveren Verfahren oder als Pflege zwischen Laser- und RF-Behandlungen.
Tiefe Falten, Aknenarben oder erschlaffte Haut behandelt Aquafacial nicht. Dafür sind Verfahren wie RF-Microneedling oder der fraktionierte CO2-Laser gedacht.
Vorher-nachher: was realistisch ist
Direkt nach der ersten Behandlung sehen die meisten eine klarere, glattere und strahlendere Haut. Der Effekt hält in der Regel einige Tage bis wenige Wochen. Für nachhaltige Verbesserungen bei Poren und Hautbild wird eine Kur mit vier bis sechs Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen empfohlen, danach eine monatliche Auffrischung. Seriöse Vorher-nachher-Bilder sind bei gleichem Licht und ohne Make-up aufgenommen.
Aquafacial-Gerät: Profi-System oder Heimgerät?
| Kriterium | Professionelles Aquafacial-System | Heimgerät |
|---|---|---|
| Saugkraft | stark und fein einstellbar | gering |
| Lösungen | mehrere Wirkstofflösungen für Peeling, Reinigung und Pflege | meist nur Wasser oder ein Serum |
| Aufsätze | Hydro-, Diamant-, Microneedling- und LED-Module | ein Aufsatz |
| Hygiene | Einweg-Spitzen, Desinfektion | eingeschränkt |
| Ergebnis | gründliche Ausreinigung und Wirkstoffversorgung | leichter Pflegeeffekt |
| Service | Einweisung, Wartung, Verbrauchsmaterial | keiner |
Für Institute und Praxen entscheiden Saugleistung, Vielseitigkeit der Module, Verfügbarkeit der Lösungen, Hygiene und ein Servicepartner in Deutschland. Günstige Geräte aus Online-Marktplätzen fallen oft durch schwache Saugkraft und fehlendes Verbrauchsmaterial auf.
NiSV-freie Aquafacial-Geräte
Die NiSV regelt kosmetische Anwendungen mit Laser, IPL, Radiofrequenz, Ultraschall und anderen nichtionisierenden Strahlungsquellen. Ein reines Aquafacial-Gerät, das mit Wasser, Lösungen, Unterdruck, mechanischen Aufsätzen und einer LED-Lichtphase arbeitet, fällt in der Regel nicht unter diese Pflichten. Für den Betrieb ist dann keine NiSV-Fachkunde nötig, eine gründliche Geräteeinweisung bleibt trotzdem Pflicht.
Viele Kombigeräte werben mit Aquafacial, enthalten aber zusätzlich RF-, Ultraschall- oder Mikrostrom-Handstücke. Sobald diese Module eingesetzt werden, gelten für sie die Vorgaben der NiSV mit Fachkunde. Prüfen Sie vor dem Kauf genau, welche Module ein Gerät enthält.
Mehr zum rechtlichen Rahmen unter NiSV-Fachkunde.
Wirtschaftlichkeit für Institut und Praxis
Aquafacial ist eine klassische Kur- und Wiederholungsbehandlung mit kurzer Behandlungszeit und hoher Kundenzufriedenheit. Sie eignet sich als Einstieg für Neukundinnen und lässt sich mit Laser-, RF- und Microneedling-Behandlungen kombinieren. Laufende Kosten entstehen vor allem durch Lösungen und Einweg-Spitzen. Die Behandlungspreise legt jede Praxis und jedes Institut selbst fest.
Systemwahl: Aquafacial-Gerät für Institut und Praxis
Erstwahl ist der AquaPure 2: ein NiSV-freies Hydradermabrasion-System mit vier Modulen in einem Gerät, Diamond Peel für die sanfte Abtragung, AD Peel für Tiefenreinigung und Hydratisierung, MF Needle für die Wirkstoffeinschleusung und Light Pure als LED-Lichttherapie. Die Saugkraft ist laut Hersteller 2,5-mal stärker als beim Vorgängermodell. Kauf, Leasing oder Finanzierung mit Einweisung und Service von Dermacom.
Alternative für Praxen, die zusätzlich Poren, Narben und Hautstraffung behandeln möchten, ist das RF-Microneedling mit dem Secret RF, das sich ideal mit einer vorangehenden Aquafacial-Behandlung kombinieren lässt.
Hydradermabrasion in drei Schritten
Der AquaPure 2 reinigt, exfoliert und versorgt die Haut mit Wirkstoffen – ein schonendes Einstiegsverfahren für die Praxis.
AquaPure 2 entdecken→Häufige Fragen
Aquafacial ist eine apparative Gesichtsbehandlung, die die Haut mit Wasser, Wirkstofflösungen und Unterdruck reinigt, peelt und mit Seren versorgt. Das Verfahren heißt fachlich Hydradermabrasion und ist nicht-invasiv, schmerzarm und ohne Ausfallzeit.
Technisch keiner im Grundprinzip: Beide beschreiben eine Hydradermabrasion mit Wasser, Lösungen und Unterdruck. Hydrafacial ist der Markenname eines bestimmten Herstellers, Aquafacial die allgemeine Bezeichnung für das Verfahren. Unterschiede liegen in Saugkraft, Aufsätzen, Lösungen und Zusatzmodulen der jeweiligen Geräte.
Für einen schnellen Frische-Effekt reicht eine einzelne Sitzung. Für nachhaltige Ergebnisse bei Poren und Hautbild sind vier bis sechs Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen üblich, danach etwa eine Auffrischung im Monat.
Reine Aquafacial-Geräte mit Wasser, Lösungen, Unterdruck, mechanischen Aufsätzen und LED fallen in der Regel nicht unter die NiSV. Enthält ein Kombigerät zusätzlich Radiofrequenz- oder Ultraschall-Handstücke, ist für diese Module eine NiSV-Fachkunde nötig.
Heimgeräte haben deutlich weniger Saugkraft, meist nur einen Aufsatz und keine professionellen Wirkstofflösungen. Sie können die Hautpflege ergänzen, erreichen aber nicht die Ausreinigung und Wirkstoffversorgung einer professionellen Behandlung.
Bei akuten Entzündungen, offenen Wunden, aktivem Herpes, frischem Sonnenbrand oder einer starken Rosacea-Schubphase sollte nicht behandelt werden. Nach Laser- oder Peeling-Behandlungen ist ein ausreichender Abstand einzuhalten. Im Zweifel klärt das die Fachkraft vor der Behandlung.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Behandlungen sind durch qualifiziertes Fachpersonal durchzuführen.