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Erbium-Laser
Die Geräteklasse im Überblick

Erbium-Laser: Er:YAG oder Er:Glass?

Hinter Erbium-Laser stecken zwei grundverschiedene Systeme: Der Er:YAG (2940 nm) trägt die Hautoberfläche ablativ ab – das klassische Resurfacing. Der Er:Glass (1540 nm) arbeitet nicht-ablativ: Die Oberfläche bleibt intakt, koaguliert wird gezielt in der Dermis. Diese Seite trennt die beiden Klassen sauber – inklusive der Frage, was das für Heilung, Hauttypen und die Geräteentscheidung der Praxis bedeutet.

Er:YAG · 2940 nm · ablativ Er:Glass · 1540 nm · nicht-ablativ Herstellerneutral eingeordnet
2
Klassen
Er:YAG und Er:Glass teilen sich das Element Erbium – und trennen sich in fast allem anderen
2940
nm · Er:YAG
Absorptionsmaximum von Wasser: Die Energie trägt die Hautoberfläche kontrolliert ab – ablativ
1540
nm · Er:Glass
Dringt durch die intakte Epidermis und koaguliert gezielt in der Dermis – nicht-ablativ
NiSV
Recht
Ablative Laserbehandlungen sind Ärzt:innen vorbehalten; für energiereiche Anwendungen gilt die Fachkunde-Pflicht
Ein Element, zwei WirkprinzipienER:YAG2940 nm · ablativER:GLASS1540 nm · nicht-ablativEPIDERMISDERMISVSEPIDERMISDERMISOberfläche wird abgetragensichtbare WundheilungsphaseOberfläche bleibt intaktKoagulationssäulen in der DermisGleiches Element, zwei Wellenlängen – zwei Welten.Ablativ vs. nicht-ablativ – die Erbium-Frage
Das Wirkprinzip

Ein Element, zwei Welten

Beide Klassen tragen Erbium im Namen – doch das Lasermedium (YAG-Kristall oder Glas) bestimmt die Wellenlänge, und die Wellenlänge bestimmt alles Weitere. 2940 nm treffen das Absorptionsmaximum von Wasser: Die Energie bleibt in den obersten Schichten und trägt Gewebe ab.

1540 nm werden von Wasser deutlich schwächer absorbiert: Die Energie passiert die intakte Epidermis und erzeugt Koagulationssäulen in der Dermis – Kollagen-Stimulation ohne offene Wundfläche. Ablativ oder nicht-ablativ ist deshalb die erste und wichtigste Frage jeder Erbium-Entscheidung.

Nicht im Portfolio – bewusst
KLASSE 01 · 2940 NM · ABLATIV

Er:YAG – das klassische Resurfacing

Die 2940-nm-Wellenlänge trifft das Absorptionsmaximum von Wasser: Gewebe wird Schicht für Schicht präzise abgetragen, mit wenig thermischer Restwirkung. Das liefert starke Resurfacing-Ergebnisse – um den Preis einer offenen Wundfläche mit sichtbarer Heilungsphase. Dermacom führt bewusst keinen Er:YAG: Für ablatives Arbeiten setzen wir auf den fraktionierten CO2-Laser.

Erbium vs. CO2 im Duell
Im Portfolio: Secret DUO
KLASSE 02 · 1540 NM · NICHT-ABLATIV

Er:Glass – Wirkung ohne offene Oberfläche

Der Erbium-Glass-Laser arbeitet nicht-ablativ: 1540 nm passieren die intakte Epidermis und setzen Koagulationssäulen direkt in die Dermis – Kollagen-Stimulation ohne Abtrag, ohne offene Wundfläche. Genau dieses Prinzip steckt als Laser-Modul im Secret DUO, kombiniert mit RF-Microneedling auf einer Plattform.

Zum Secret DUO
Auswahl-Kompass

Welche Erbium-Klasse für welche Praxis?

Aus dem Wirkprinzip folgen klare Entscheidungsregeln – und ein paar Missverständnisse, die bei Erbium besonders häufig sind.

Was sich bewährt hat

  • Nicht-ablativ heißt: intakte Oberfläche, keine offene Wundfläche und ein alltagstauglicheres Heilungsprofil
  • Er:Glass 1540 nm eignet sich für Texturarbeit, bei der ablatives Vorgehen nicht gewünscht oder nicht vertretbar ist
  • Kombination zählt: Im Secret DUO ergänzen sich Er:Glass-Laser und RF-Microneedling auf einer Plattform
  • Für echtes ablatives Resurfacing ist der fraktionierte CO2-Laser die Dermacom-Antwort – nicht der Er:YAG

Typische Missverständnisse

  • „Erbium“ allein sagt nichts: Er:YAG (2940 nm, ablativ) und Er:Glass (1540 nm, nicht-ablativ) sind zwei Welten
  • Nicht-ablative Verfahren brauchen realistisches Erwartungsmanagement: mehrere Sitzungen, graduelle Ergebnisse
  • Vorher-nachher-Bilder ablativer Er:YAG-Behandlungen taugen nicht als Maßstab für nicht-ablative 1540-nm-Arbeit
  • Gebrauchte Er:YAG-Einzelgeräte: Service- und Ersatzteillage vor dem Kauf kritisch prüfen

Muttermale und Warzen: erst abklären, dann behandeln

Der ablative Er:YAG wird ärztlich zur Abtragung gutartiger Hautveränderungen eingesetzt – aber niemals ohne vorherige dermatologische Abklärung: Pigmentierte Muttermale gehören zuerst unter das Auflichtmikroskop, im Zweifel mit histologischer Untersuchung. Ein Laser kann eine bösartige Veränderung unkenntlich machen, ohne sie zu beseitigen.

Die NiSV zieht auch hier die rechtliche Grenze: Ablative Laserverfahren und die Behandlung pigmentierter Hautveränderungen sind approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Unsere Er:Glass-Antwort

Der Erbium-Glass-Laser im Secret DUO

Der Secret DUO von CLASSYS vereint den nicht-ablativen Er:Glass-Laser (1540 nm) mit RF-Microneedling auf einer Plattform: dermale Koagulation unter intakter Hautoberfläche, kombinierbar mit fraktionierter Radiofrequenz über isolierte Mikronadeln – für Textur, Narben und Hautbild, mit Einweisung, Service und Ersatzteilen von Dermacom in Deutschland.

1540 nm nicht-ablativ + RF-Microneedling SmartCure-Elektrostift
Secret DUO – Er:Glass-Laser (1540 nm) und RF-Microneedling auf einer Plattform

Sie planen ablatives Resurfacing? Dann gehört der Vergleich Er:YAG gegen fraktionierten CO2-Laser auf den Tisch – wir rechnen beide Wege für Ihr Behandlungsspektrum ehrlich durch, inklusive NiSV-Anforderungen und Wirtschaftlichkeit. Herstellerneutral, ohne Verkaufsdruck.

Fachberatung anfragen
Häufige Fragen

Erbium-Laser – die häufigsten Fragen

Erbium-Laser nutzen das Element Erbium als aktives Lasermedium – in zwei sehr unterschiedlichen Bauformen. Der Er:YAG-Laser (Erbium-dotierter YAG-Kristall) emittiert bei 2940 nm und arbeitet ablativ: Die Energie wird fast vollständig vom Wasser der Haut absorbiert und trägt die Oberfläche kontrolliert ab. Der Er:Glass-Laser (Erbium-dotiertes Glas als Medium) emittiert bei 1540 nm und arbeitet nicht-ablativ: Die Oberfläche bleibt intakt, koaguliert wird gezielt in der Dermis.
Der entscheidende Unterschied ist das Wirkprinzip. Er:YAG (2940 nm) ist ablativ – Gewebe wird abgetragen, es entsteht eine offene Wundfläche mit sichtbarer Heilungsphase. Er:Glass (1540 nm) ist nicht-ablativ – die Epidermis bleibt geschlossen, die Wirkung entsteht durch Koagulationssäulen in der Tiefe. Daraus folgen unterschiedliche Indikationen, Heilungsverläufe und rechtliche Anforderungen: Ablative Behandlungen sind nach NiSV Ärzt:innen vorbehalten.
Kommt auf die Klasse an – und genau deshalb lohnt die Unterscheidung: Der Er:YAG bei 2940 nm ist ablativ, der Er:Glass bei 1540 nm ist es ausdrücklich nicht. Wer „ablativer Erbium-Laser“ liest, meint praktisch immer den Er:YAG. Das Er:Glass-Modul im Secret DUO arbeitet nicht-ablativ: Die Hautoberfläche bleibt während der gesamten Behandlung intakt.
Die Behandlungskosten legt die behandelnde Praxis fest – sie hängen von Verfahren (ablativ oder nicht-ablativ), Areal, Anzahl der Sitzungen und Aufwand ab und unterscheiden sich deshalb deutlich. Seriöse Anbieter nennen den Preis nach persönlicher Begutachtung. Für Praxen gilt: Die Wirtschaftlichkeit eines Lasersystems entscheidet sich über Auslastung und Behandlungsspektrum – unser Amortisations-Leitfaden zeigt die Rechenlogik.
Seriös lässt sich das nur getrennt nach Klasse beantworten: Ablative Er:YAG-Behandlungen zeigen oft deutliche Veränderungen nach einer Sitzung – mit entsprechender Heilungsphase davor. Nicht-ablative Er:Glass-Behandlungen bauen Ergebnisse graduell über mehrere Sitzungen auf, dafür ohne offene Wundfläche. Vorher-nachher-Bilder sind zudem immer Einzelfälle: Ausgangsbefund, Hauttyp und Behandlungsparameter unterscheiden sich – die realistische Einschätzung gehört ins ärztliche Beratungsgespräch.
Auch hier trennen sich die Klassen: Nach ablativer Er:YAG-Behandlung durchläuft die Haut eine sichtbare Wundheilung mit Krustenbildung und Rötung über Tage bis Wochen – je nach Intensität. Nach nicht-ablativer Er:Glass-Behandlung bleibt die Oberfläche intakt; typisch sind vorübergehende Rötung und Schwellung. Konkrete Verläufe hängen von Parametern, Areal und individueller Heilung ab und sind ärztlich einzuordnen.
Der ablative Er:YAG wird ärztlich zur Abtragung gutartiger Hautveränderungen eingesetzt – aber ausschließlich nach dermatologischer Abklärung: Pigmentierte Muttermale gehören vor jeder Laserbehandlung unter das Auflichtmikroskop, im Zweifel mit histologischer Untersuchung, denn ein Laser kann eine bösartige Veränderung unkenntlich machen, ohne sie zu beseitigen. Die NiSV stellt die Behandlung pigmentierter Hautveränderungen unter Arztvorbehalt. Der nicht-ablative Er:Glass ist für die Abtragung nicht das Werkzeug.
Narben und Aknenarben sind ein Kernfeld der Textur-Behandlung – mit zwei Wegen: ablativ (Er:YAG oder fraktionierter CO2-Laser) für stärkere Remodellierung mit Heilungsphase, oder nicht-ablativ (Er:Glass 1540 nm, gern kombiniert mit RF-Microneedling wie im Secret DUO) für graduelle Verbesserung ohne offene Oberfläche. Welcher Weg passt, hängt von Narbentyp, Hauttyp und Alltag der Patient:innen ab – eine ärztliche Entscheidung.
Nicht-ablative 1540-nm-Behandlungen gelten über ein breiteres Hauttyp-Spektrum als vergleichsweise gut steuerbar, weil die Wellenlänge kaum an Melanin ankoppelt und die Epidermis intakt bleibt. Ablative Verfahren erfordern bei dunkleren Hauttypen besondere Zurückhaltung wegen des Risikos von Pigmentverschiebungen. Die Einordnung nach Fitzpatrick-Hauttyp und die Eignung im Einzelfall bleiben ärztliche Entscheidungen.
Zuerst auf die Grundsatzfrage: ablativ oder nicht-ablativ? Wer ablatives Resurfacing anbieten will, vergleicht Er:YAG gegen den fraktionierten CO2-Laser – unser Duell Erbium vs. CO2 führt durch die Argumente. Wer nicht-ablativ arbeiten möchte, prüft Er:Glass-Systeme – idealerweise als Kombi-Plattform wie den Secret DUO, der 1540-nm-Laser und RF-Microneedling vereint. In beiden Fällen entscheidend: Service, Ersatzteile, Einweisung nach MPBetreibV und NiSV-konforme Qualifikation in Deutschland.
Nächster Schritt

Ablativ oder nicht-ablativ – was passt zu Ihrer Praxis?

Ob Er:Glass-Einstieg mit dem Secret DUO oder ablatives Resurfacing mit CO2: Wir ordnen die Erbium-Frage für Ihr Behandlungsspektrum ein – herstellerneutral, inklusive Wirtschaftlichkeit und NiSV.