Pico-Laser: Technologie, Einsatz & Kauf
Ein Picosekundenlaser (Pico-Laser) arbeitet mit ultrakurzen Lichtpulsen im Billionstel-Sekunden- Bereich. Die hohe Spitzenleistung erzeugt einen photoakustischen Effekt, der Pigmente – von Tattoo-Farbe bis Altersfleck – mechanisch in feinste Fragmente zerlegt, bei geringem Wärmeeintrag ins umliegende Gewebe.
Druck statt Hitze – der photoakustische Effekt
Klassische Laser wirken vor allem über Wärme. Der Pico-Laser verschiebt das Prinzip: Weil die gesamte Energie in einem Billionstel einer Sekunde ankommt, entsteht im Pigment eine Druckwelle, die es mechanisch zerlegt – der photoakustische Effekt.
Das Ergebnis sind deutlich feinere Fragmente als bei längeren Pulsen. Je feiner die Bruchstücke, desto besser sind sie für die körpereigenen Abbauprozesse zugänglich – und desto weniger Wärme muss das umliegende Gewebe aufnehmen.
Ultrakurze Pulse, hohe Spitzenleistung
Ein Pikosekunden-Puls dauert nur Billionstel einer Sekunde. Die gleiche Energie in extrem kurzer Zeit bedeutet eine sehr hohe Spitzenleistung – die Grundlage des Pico-Prinzips.
Photoakustische Fragmentierung
Der ultrakurze Puls erzeugt im Pigment eine Druckwelle: Tattoo-Farbpartikel oder Melanin-Ansammlungen werden mechanisch in feinste Fragmente zerlegt – bei geringerem Wärmeeintrag ins umliegende Gewebe.
Abbau über körpereigene Prozesse
Die entstandenen Fragmente werden anschließend über körpereigene Abbau- und Transportprozesse aufgenommen und abtransportiert. Dieser Teil braucht Zeit – deshalb wird der Verlauf über Wochen betrachtet.
Pico, Q-Switched oder Long-Pulse – die Pulsdauer entscheidet
„Laser" ist nicht gleich Laser: Dieselbe Wellenlänge kann – je nach Pulsdauer – völlig unterschiedlich wirken. Die Grafik ordnet die drei Puls-Klassen ein, die Tabelle zeigt den jeweiligen Ansatz und das typische Einsatzfeld.
| Puls-Klasse | Ansatz & Einsatz |
|---|---|
| Pico-Laser | Pikosekunden-Pulse, photoakustische Fragmentierung. Fokus: Tattoo, PMU und Pigment. |
| Q-Switched (Nano) | Nanosekunden-Pulse, photoakustisch und photothermisch. Etabliert für Pigment und Tattoo. |
| Long-Pulse | Millisekunden-Pulse, photothermisch. Anderes Feld: z. B. Haarentfernung und Gefäße. |
Pico-Laser kaufen: die 4 Kriterien, die zählen
Zwischen Pico-Systemen liegen erhebliche Unterschiede – technisch wie rechtlich. Diese vier Punkte trennen ein professionelles Praxissystem von einem Kompromiss.
Echte Pulsdauer & Spitzenleistung
Entscheidend ist die tatsächlich am Gewebe anliegende Pulsdauer und Spitzenleistung – nicht der Marketing-Bestwert. Verifizierte Herstellerdaten sind hier die Referenz.
Wellenlängen fürs Pigmentspektrum
Unterschiedliche Tattoo-Farben und Pigmenttiefen sprechen auf unterschiedliche Wellenlängen an. Ein System sollte das geplante Indikationsspektrum der Praxis abdecken.
Handstücke, Spots & Strahlprofil
Homogenes Strahlprofil und passende Spotgrößen bestimmen die gleichmäßige Energieverteilung im Areal – und damit, wie kontrolliert sich arbeiten lässt.
Recht & Betrieb
Die Entfernung von Tattoos und pigmentierten Läsionen mit Lasern ist nach NiSV approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. CE-Konformität, Betreiberpflichten und Einweisung gehören vor den Kauf geklärt.

Warum ausgerechnet der PICO K von Dermacom?
Weil er die vier Kaufkriterien konkret beantwortet: ultrakurze 300-Pikosekunden- Impulse mit bis zu 2,0 GW Spitzenleistung und bis zu vier Wellenlängen (1064 · 532 · 585 · 650 nm) – für alle gängigen Tattoo-Farben, epidermale wie dermale Pigmente und Toning. Kaufen oder leasen, mit Einweisung, Service und Support von Dermacom.
- Stabile 300-ps-Pulsdauer – nur ca. 2 % Abweichung, auch bei voller Spitzenleistung. Das Pico-Prinzip bleibt in jeder Sitzung ein Pico-Prinzip.
- Top-Hat-Strahlprofil – homogene Energieverteilung über den gesamten Spot, ohne zentralen Hotspot.
- MLA-Handstück – fraktionierte Behandlungen fürs Hautbild erweitern das Indikationsspektrum über Tattoo & Pigment hinaus.
- Planbares Praxis-Geschäft – Tattooentfernung ist nach NiSV arztvorbehalten; mehrstufige Behandlungszyklen schaffen wiederkehrende, planbare Nachfrage.

Was unterscheidet den PICO K von anderen Pico-Lasern?
„Pico" steht auf vielen Systemen – die Unterschiede stecken in der technischen Umsetzung. Sechs Merkmale, an denen sich Pico-Systeme messen lassen, im direkten Vergleich.
| Merkmal | Viele Pico-Systeme | PICO K von Dermacom |
|---|---|---|
| Wellenlängen | Häufig ein bis zwei Wellenlängen | Bis zu vier: 1064 & 532 nm serienmäßig, 585 & 650 nm optional – für alle gängigen Tattoo-Farben |
| Pulsdauer | Teils länger oder unter Last schwankend | Stabile 300 ps mit nur ca. 2 % Abweichung – auch bei voller Leistung |
| Spitzenleistung | Systemabhängig begrenzt | Bis zu 2,0 GW – hohe Energiedichte pro Puls |
| Strahlprofil | Gauß-Profil mit zentralem Hotspot | Top-Hat-Profil: homogene Energieverteilung über den gesamten Spot |
| Spot-Stabilität | Thermal-Lens-Effekt kann die Spotgröße driften lassen | Patentierte Thermal-Lens-Kontrolle hält den Spot konstant |
| Indikationsspektrum | Fokus auf Tattoo & Pigment | Plus fraktionierte Hautbild-Behandlungen über das MLA-Handstück |
Picosekundenlaser – kurz erklärt
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