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Pico-Laser
Picosekundenlaser (Pico-Laser)

Pico-Laser: Technologie, Einsatz & Kauf

Ein Picosekundenlaser (Pico-Laser) arbeitet mit ultrakurzen Lichtpulsen im Billionstel-Sekunden- Bereich. Die hohe Spitzenleistung erzeugt einen photoakustischen Effekt, der Pigmente – von Tattoo-Farbe bis Altersfleck – mechanisch in feinste Fragmente zerlegt, bei geringem Wärmeeintrag ins umliegende Gewebe.

Pikosekunden-Pulse Photoakustischer Effekt Tattoo & Pigment Nicht-ablativ
10⁻¹² s
Pulsdauer
Pikosekunden – rund tausendfach kürzer als Nanosekunden
Photoakustisch
Wirkprinzip
Druckwelle fragmentiert Pigmente mechanisch
Pigment
Einsatzfeld
Tattoos, PMU und pigmentierte Läsionen
Nicht-ablativ
Verfahren
Hautoberfläche bleibt weitgehend intakt
Nanosekunden-Puls (Q-Switched)photothermisch dominiert · gröbere BruchstückePulsdauer ~10⁻⁹ sgrößere Wärmezone im UmfeldPikosekunden-Puls (Pico-Laser)photoakustisch dominiert · feinste FragmentePulsdauer ~10⁻¹² sfeinere Fragmente · geringerer Wärmeeintrag
Wie es wirkt

Druck statt Hitze – der photoakustische Effekt

Klassische Laser wirken vor allem über Wärme. Der Pico-Laser verschiebt das Prinzip: Weil die gesamte Energie in einem Billionstel einer Sekunde ankommt, entsteht im Pigment eine Druckwelle, die es mechanisch zerlegt – der photoakustische Effekt.

Das Ergebnis sind deutlich feinere Fragmente als bei längeren Pulsen. Je feiner die Bruchstücke, desto besser sind sie für die körpereigenen Abbauprozesse zugänglich – und desto weniger Wärme muss das umliegende Gewebe aufnehmen.

01

Ultrakurze Pulse, hohe Spitzenleistung

Ein Pikosekunden-Puls dauert nur Billionstel einer Sekunde. Die gleiche Energie in extrem kurzer Zeit bedeutet eine sehr hohe Spitzenleistung – die Grundlage des Pico-Prinzips.

02

Photoakustische Fragmentierung

Der ultrakurze Puls erzeugt im Pigment eine Druckwelle: Tattoo-Farbpartikel oder Melanin-Ansammlungen werden mechanisch in feinste Fragmente zerlegt – bei geringerem Wärmeeintrag ins umliegende Gewebe.

03

Abbau über körpereigene Prozesse

Die entstandenen Fragmente werden anschließend über körpereigene Abbau- und Transportprozesse aufgenommen und abtransportiert. Dieser Teil braucht Zeit – deshalb wird der Verlauf über Wochen betrachtet.

Einordnung

Pico, Q-Switched oder Long-Pulse – die Pulsdauer entscheidet

„Laser" ist nicht gleich Laser: Dieselbe Wellenlänge kann – je nach Pulsdauer – völlig unterschiedlich wirken. Die Grafik ordnet die drei Puls-Klassen ein, die Tabelle zeigt den jeweiligen Ansatz und das typische Einsatzfeld.

Pulsdauer (schematisch, logarithmisch)Pico-Laser~10⁻¹² s · photoakustischQ-Switched~10⁻⁹ s · photoakustisch/-thermischLong-Pulsems-Bereich · photothermischKürzerer Puls = höhere Spitzenleistung bei gleicher Energie
Puls-KlasseAnsatz & Einsatz
Pico-LaserPikosekunden-Pulse, photoakustische Fragmentierung. Fokus: Tattoo, PMU und Pigment.
Q-Switched (Nano)Nanosekunden-Pulse, photoakustisch und photothermisch. Etabliert für Pigment und Tattoo.
Long-PulseMillisekunden-Pulse, photothermisch. Anderes Feld: z. B. Haarentfernung und Gefäße.
Kaufberatung

Pico-Laser kaufen: die 4 Kriterien, die zählen

Zwischen Pico-Systemen liegen erhebliche Unterschiede – technisch wie rechtlich. Diese vier Punkte trennen ein professionelles Praxissystem von einem Kompromiss.

1

Echte Pulsdauer & Spitzenleistung

Entscheidend ist die tatsächlich am Gewebe anliegende Pulsdauer und Spitzenleistung – nicht der Marketing-Bestwert. Verifizierte Herstellerdaten sind hier die Referenz.

2

Wellenlängen fürs Pigmentspektrum

Unterschiedliche Tattoo-Farben und Pigmenttiefen sprechen auf unterschiedliche Wellenlängen an. Ein System sollte das geplante Indikationsspektrum der Praxis abdecken.

3

Handstücke, Spots & Strahlprofil

Homogenes Strahlprofil und passende Spotgrößen bestimmen die gleichmäßige Energieverteilung im Areal – und damit, wie kontrolliert sich arbeiten lässt.

4

Recht & Betrieb

Die Entfernung von Tattoos und pigmentierten Läsionen mit Lasern ist nach NiSV approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. CE-Konformität, Betreiberpflichten und Einweisung gehören vor den Kauf geklärt.

Empfehlung von Dermacom

Warum ausgerechnet der PICO K von Dermacom?

Weil er die vier Kaufkriterien konkret beantwortet: ultrakurze 300-Pikosekunden- Impulse mit bis zu 2,0 GW Spitzenleistung und bis zu vier Wellenlängen (1064 · 532 · 585 · 650 nm) – für alle gängigen Tattoo-Farben, epidermale wie dermale Pigmente und Toning. Kaufen oder leasen, mit Einweisung, Service und Support von Dermacom.

  • Stabile 300-ps-Pulsdauer – nur ca. 2 % Abweichung, auch bei voller Spitzenleistung. Das Pico-Prinzip bleibt in jeder Sitzung ein Pico-Prinzip.
  • Top-Hat-Strahlprofil – homogene Energieverteilung über den gesamten Spot, ohne zentralen Hotspot.
  • MLA-Handstück – fraktionierte Behandlungen fürs Hautbild erweitern das Indikationsspektrum über Tattoo & Pigment hinaus.
  • Planbares Praxis-Geschäft – Tattooentfernung ist nach NiSV arztvorbehalten; mehrstufige Behandlungszyklen schaffen wiederkehrende, planbare Nachfrage.
300 ps Bis 2,0 GW 4 Wellenlängen
PICO K – Picosekundenlaser von Dermacom
Der Unterschied

Was unterscheidet den PICO K von anderen Pico-Lasern?

„Pico" steht auf vielen Systemen – die Unterschiede stecken in der technischen Umsetzung. Sechs Merkmale, an denen sich Pico-Systeme messen lassen, im direkten Vergleich.

MerkmalViele Pico-SystemePICO K von Dermacom
WellenlängenHäufig ein bis zwei WellenlängenBis zu vier: 1064 & 532 nm serienmäßig, 585 & 650 nm optional – für alle gängigen Tattoo-Farben
PulsdauerTeils länger oder unter Last schwankendStabile 300 ps mit nur ca. 2 % Abweichung – auch bei voller Leistung
SpitzenleistungSystemabhängig begrenztBis zu 2,0 GW – hohe Energiedichte pro Puls
StrahlprofilGauß-Profil mit zentralem HotspotTop-Hat-Profil: homogene Energieverteilung über den gesamten Spot
Spot-StabilitätThermal-Lens-Effekt kann die Spotgröße driften lassenPatentierte Thermal-Lens-Kontrolle hält den Spot konstant
IndikationsspektrumFokus auf Tattoo & PigmentPlus fraktionierte Hautbild-Behandlungen über das MLA-Handstück
Häufige Fragen

Picosekundenlaser – kurz erklärt

Ein Picosekundenlaser – kurz Pico-Laser – ist ein Laser, der Lichtpulse im Pikosekundenbereich abgibt, also in Billionstel einer Sekunde. Durch die extrem kurze Pulsdauer entsteht bei gleicher Energie eine sehr hohe Spitzenleistung. Sie erzeugt im Zielpigment einen photoakustischen Effekt: Eine Druckwelle zerlegt das Pigment mechanisch in feinste Fragmente, während das umliegende Gewebe vergleichsweise wenig Wärme aufnimmt.
Der Kernunterschied ist die Pulsdauer: Q-Switched-Laser arbeiten im Nanosekundenbereich, Pico-Laser rund tausendfach kürzer im Pikosekundenbereich. Beim Q-Switched-Laser trägt neben dem photoakustischen auch der photothermische Effekt spürbar zur Wirkung bei; beim Pico-Laser dominiert die photoakustische Fragmentierung. Das Pigment zerfällt dadurch in feinere Bruchstücke, bei geringerem Wärmeeintrag ins Umfeld.
Typische Einsatzfelder sind die Entfernung von Tattoos und Permanent-Make-up sowie die Behandlung pigmentierter Läsionen wie Alters- und Pigmentflecken. Darüber hinaus werden Picosekundenlaser für Anwendungen zur Hautbildverbesserung eingesetzt. Ob und welche Anwendung im Einzelfall geeignet ist, wird ärztlich beurteilt.
Das lässt sich seriös nicht pauschal beziffern. Die Zahl der Sitzungen hängt unter anderem von Farbspektrum, Pigmentdichte und -tiefe, Größe und Alter des Tattoos, der Körperregion und dem individuellen Abbau ab. Zwischen den Sitzungen liegen mehrere Wochen, damit der Körper die Fragmente abtransportieren kann. Ein realistischer Behandlungsplan wird im ärztlichen Beratungsgespräch erstellt.
Nach der NiSV (Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung) ist die Entfernung von Tattoos und pigmentierten Hautveränderungen mit Lasern approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Für Betreiber gelten zusätzlich Anforderungen wie Fachkunde, Geräteeinweisung und die Pflichten aus der Medizinprodukte-Betreiberverordnung.
Der PICO K von Dermacom kombiniert mehrere Merkmale, die in dieser Kombination nicht selbstverständlich sind: bis zu vier Wellenlängen (1064 & 532 nm serienmäßig, 585 & 650 nm optional) für alle gängigen Tattoo-Farben, eine stabile 300-ps-Pulsdauer mit nur ca. 2 % Abweichung bei bis zu 2,0 GW Spitzenleistung, ein Top-Hat-Strahlprofil ohne zentralen Hotspot, eine patentierte Thermal-Lens-Kontrolle für konstante Spotgrößen sowie das MLA-Handstück für fraktionierte Hautbild-Behandlungen. Dazu kommen Einweisung, Service und Support von Dermacom – kaufen oder leasen.
Pigmentierte Läsionen wie Alters- und Pigmentflecken gehören zu den klassischen Einsatzfeldern von Picosekundenlasern. Melasma gilt als komplexe, rückfallneigende Pigmentstörung – ob und wie eine Laserbehandlung sinnvoll ist, erfordert eine sorgfältige ärztliche Diagnose und Therapieplanung. Vertiefende Informationen finden Sie in unserem Wissens-Hub.
Nächster Schritt

Interesse am Pico-Laser?

Wir beraten Sie fachlich zum PICO K von Dermacom – von der Technik über NiSV bis zum Betrieb. Mit zertifizierter Medizintechnik, persönlicher Fachberatung und deutschlandweitem Service.