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Rubinlaser
Neutral erklärt

Rubinlaser: Der Pionier – und was von ihm bleibt

Der Rubinlaser ist der erste Laser der Geschichte – 1960 gebaut, mit einem echten Rubinkristall und tiefrotem Licht bei 694 nm. Jahrzehntelang prägte er die Pigment- und Tattoo-Behandlung. Was von dieser Pionier-Rolle heute übrig ist, wo die Technik an ihre Grenzen kommt und welche Generation sie abgelöst hat: Wir führen selbst keinen Rubinlaser – und ordnen ihn deshalb so ehrlich ein, wie es sonst kaum jemand tut.

694 nm Rubinrot Der erste Laser (1960) Domäne: Pigment & Tattoo Herstellerneutral eingeordnet
694
Nanometer
Tiefrotes Licht mit sehr hoher Melanin-Absorption – Stärke und Risiko zugleich
1960
Der erste Laser
Theodore Maiman baute den Rubinlaser als allerersten funktionierenden Laser
ns
Nanosekunden
Gütegeschaltet arbeitet der Rubin in Milliardstel-Sekunden – die Vorgänger-Generation der Pico-Ära
NiSV
Recht
Pigment- und Tattoo-Behandlungen unterliegen der NiSV – beim Rubin wie bei jedem Laser
Zwei GenerationenRUBIN · NANOSEKUNDENImpulsdauergrobe Fragmente+ WärmeeintragPICO · PIKOSEKUNDEN~1000× kürzerfeinste Partikel,Gewebe geschontDer Generationssprung: photomechanisch statt thermisch
Das Wirkprinzip

Vom Rubinkristall in die Pigmentzelle

Im Herzen des Geräts sitzt ein synthetischer Rubinkristall, der von einer Blitzlampe gepumpt wird und tiefrotes Licht bei 694 nm abgibt. Melanin absorbiert diese Wellenlänge außerordentlich stark – deshalb wurde der Rubin zum Werkzeug für Pigmentflecken, Sommersprossen und dunkle Tattoo-Pigmente.

Gütegeschaltet („Q-Switched“) gibt er seine Energie in Nanosekunden-Impulsen ab – kurz genug, um Pigmente zu sprengen, aber mit spürbarer thermischer Restwirkung im Gewebe. Genau an dieser Stelle setzt die Pico-Generation an. Diese Einordnung erklärt Stärken wie Grenzen.

01

Das Pionier-Erbe

Der Rubinlaser hat die Laser-Medizin begründet: Jahrzehnte klinischer Erfahrung, eine riesige Datenlage und etablierte Protokolle für epidermale Pigmente – von Sommersprossen bis Café-au-lait-Flecken. Diese Historie verdient Respekt. Sie ist aber auch genau das: Historie.

02

694 nm – Stärke mit Kehrseite

Die extreme Melanin-Absorption macht den Rubin effektiv gegen Pigment – und riskant für pigmentierte Haut: Bei dunkleren Hauttypen koppelt die Energie auch in der Epidermis an, mit erhöhtem Risiko für Hypo- und Hyperpigmentierungen. Die Indikationsbreite des Rubins war deshalb immer schmal.

03

Die Nanosekunden-Grenze

Q-Switched-Impulse zertrümmern Pigment photothermisch-akustisch – in gröbere Fragmente, mit Wärmeeintrag ins umliegende Gewebe. Pikosekunden-Impulse sind rund tausendfach kürzer und arbeiten photomechanisch: feinere Fragmentierung, weniger thermische Belastung. Das ist kein Detail – es ist ein Generationssprung.

Ehrliche Bilanz

Stärken und Grenzen des Rubinlasers

Weil wir keinen Rubinlaser im Portfolio führen, können wir beides gleich ernst nehmen – das historische Verdienst und die technischen Grenzen.

Wo der Rubinlaser stark war

  • Jahrzehnte klinischer Erfahrung bei epidermalen Pigmenten
  • Sehr hohe Melanin-Ankopplung bei 694 nm – effektiv gegen dunkles Pigment
  • Historisch geschätzt bei Sommersprossen und Café-au-lait-Flecken
  • Gütegeschaltet auch für dunkle Tattoo-Pigmente einsetzbar

Wo seine Grenzen liegen

  • Nanosekunden-Impulse: thermische Restwirkung und gröbere Pigment-Fragmente
  • Dunklere Hauttypen kritisch – hohes Risiko für Pigmentverschiebungen
  • Kaum noch Neugeräte, Ersatzteile und Service – die Plattform läuft aus
  • Haarentfernung: längst an Alexandrit und Nd:YAG übergegangen
Unsere Antwort

Der Generationssprung: vom Rubin zum PICO-K

Die Aufgaben des Rubins – Pigment und Tattoo – erledigt heute die Pikosekunden-Klasse: Der PICO-K arbeitet mit rund tausendfach kürzeren Impulsen, zertrümmert Pigmente photomechanisch in feinste Fragmente und schont das umliegende Gewebe thermisch. Mit bis zu vier Wellenlängen deckt er zudem ein Farbspektrum ab, für das früher mehrere Geräte nötig waren – auf einer aktuellen Plattform mit Service, Ersatzteilen und Einweisung in Deutschland.

Pikosekunden statt Nanosekunden Photomechanisch statt thermisch Bis zu 4 Wellenlängen
PICO-K Pikosekundenlaser von Dermacom – die aktuelle Generation für Pigment und Tattoo

Fairerweise: Ein gepflegter Rubinlaser in erfahrenen Händen behandelt epidermale Pigmente bis heute ordentlich. Aber wer 2026 in Pigment-Technologie investiert, investiert in die aktuelle Generation – schon wegen Ersatzteilen, Service und Indikationsbreite. Genau diese Abwägung rechnen wir neutral mit Ihnen durch.

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Häufige Fragen

Rubinlaser – die häufigsten Fragen

Der Rubinlaser ist der erste Laser der Geschichte: 1960 von Theodore Maiman gebaut, mit einem synthetischen Rubinkristall als aktivem Medium und tiefrotem Licht bei 694 nm. In der ästhetischen Medizin wurde er – meist gütegeschaltet mit Nanosekunden-Impulsen – jahrzehntelang für Pigmentflecken und Tattooentfernung eingesetzt. Heute ist er weitgehend von der Pikosekunden-Generation abgelöst.
Seine verbliebene Domäne sind epidermale Pigmentveränderungen bei hellen Hauttypen – Sommersprossen, Lentigines, Café-au-lait-Flecken. Dort profitiert er von der sehr hohen Melanin-Absorption der 694-nm-Wellenlänge. Bestandsgeräte in erfahrenen Händen leisten das bis heute ordentlich; als Neuinvestition spielt der Rubin praktisch keine Rolle mehr.
Ja – epidermale Pigmente sind seine klassische Stärke, und viele der positiven Erfahrungsberichte stammen genau aus diesem Feld. Die moderne Alternative erledigt dieselbe Aufgabe mit Pikosekunden-Impulsen schonender und feiner. Was bei Altersflecken generell zu beachten ist, zeigt unser Beitrag zur Altersflecken-Entfernung.
Historisch war der gütegeschaltete Rubin ein Tattoo-Pionier und bei dunklen sowie manchen grünen Pigmenten geschätzt. Die Nanosekunden-Technik zertrümmert Tinte aber in vergleichsweise grobe Fragmente und bringt thermische Nebenwirkung mit. Pikosekundenlaser arbeiten photomechanisch, fragmentieren feiner und decken mit mehreren Wellenlängen ein breiteres Farbspektrum ab – der heutige Standard der Tattooentfernung.
Die größte Schwäche ist zugleich seine Stärke: die extreme Melanin-Ankopplung. Bei dunkleren Hauttypen koppelt die Energie auch in der Epidermis an – mit erhöhtem Risiko für Hypo- und Hyperpigmentierungen. Dazu kommen die thermische Restwirkung der Nanosekunden-Impulse und die praktische Realität einer auslaufenden Plattform: Ersatzteile und Service werden zunehmend zum Engpass. Über individuelle Risiken klärt die behandelnde Fachperson auf.
Historisch war er dafür der Pionier – heute ist die Rubinlaser-Haarentfernung praktisch verschwunden. Die Rolle haben Alexandrit (755 nm) und langgepulster Nd:YAG (1064 nm) übernommen: effizienter, schneller und über mehr Hauttypen einsetzbar. Den Überblick gibt unsere Seite zur Laser-Haarentfernung, das passende System ist der Pento 9900.
Auf den Indikationen des Rubins ist der Pikosekundenlaser die konsequente Weiterentwicklung: rund tausendfach kürzere Impulse, photomechanische statt thermischer Wirkung, feinere Pigment-Fragmentierung und breiteres Farbspektrum über mehrere Wellenlängen. Den physikalischen Hintergrund erklärt unser Vergleich Pico vs. Q-Switched – der Rubin ist ein klassischer Q-Switched-Vertreter.
Der Neugeräte-Markt ist weitgehend ausgetrocknet – angeboten werden überwiegend Gebraucht- und Bestandsgeräte. Genau da liegt das unternehmerische Risiko: Blitzlampen, Kristalle und Elektronik altern, und die Ersatzteil- wie Serviceversorgung dünnt aus. Wer heute in Pigment- und Tattoo-Technologie investiert, kauft die aktuelle Pikosekunden-Generation – mit Einweisung, Service und Ersatzteilen in Deutschland.
Ohne konkrete Zahlen zu nennen: Die Rechnung scheitert selten am Kaufpreis, sondern an den Folgekosten – alternde Blitzlampen, unsichere Ersatzteillage, Stillstandsrisiko und die schmale Indikationsbreite. Unsere Leitfäden zu gebrauchten Lasergeräten und zur Geräte-Amortisation zeigen, wie man so eine Entscheidung sauber durchrechnet. In den meisten Szenarien schlägt die aktuelle Generation den Gebraucht-Rubin deutlich.
Für Pigment- und Tattoo-Behandlungen gelten die Vorgaben der NiSV: Tattooentfernung und die Behandlung pigmentierter Hautveränderungen sind approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten, und für die Anwendung energiereicher Geräte ist die entsprechende Fachkunde nachzuweisen – unabhängig davon, ob ein Rubin- oder ein Pikosekundenlaser eingesetzt wird.
Nächster Schritt

Rubin-Bestand oder Pico-Generation?

Ob Ersatz für einen Rubin-Bestand oder Neueinstieg in die Pigment-Behandlung: Wir rechnen mit Ihnen durch, welche Konfiguration zu Ihrem Angebot passt – herstellerneutral, inklusive Wirtschaftlichkeit und NiSV.